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16mm-Filme aus dem Pfarrgemeinde-Archiv - Bell & Howell modifiziert + Preis je Rolle

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Modifizierter Bell & Howell Filmscanner mit 16mm-Filmtor in Nahaufnahme - 4K Wet-Gate für Pfarrgemeinde-Spulen

Eine 16mm-Pfarrgemeinde-Spule in Deutschland 2026 digitalisieren zu lassen kostet zwischen 5,99 € pro Minute (Copylab Regensburg) und 22,99 € pro Spule (mediafix.de, ab-Preis). Für Pfarreien, Diözesan-Archive und kirchliche Bildungswerke - wo Bestände von 50 bis 500 Rollen Standard sind - entscheidet der Preis selten allein. Was wirklich zählt: liest der Scanner Lichtton und Magnetstreifen synchron aus, fängt er das Essigsäure-Syndrom typischer 1955-1975er Azetat-Filme ab, und ist das Endprodukt FIAF-konform - die Archiv-Norm, an der sich die Stiftung Deutsche Kinemathek und das Bundesarchiv-Filmarchiv orientieren. EachMoment DE scannt jede 16mm-Spule auf einem modifizierten Bell & Howell mit 4K Wet-Gate, ab 13,49 € je 3-Zoll-Rolle (Early-Bird-Preis) und 8,99 € ab Bistumsvolumen. Aktuelle Tarife ansehen oder jetzt eine Erinnerungsbox anfordern.

Kernpunkte

  • Der Wedge gegenüber Familien-Anbietern: Pfarr- und Diözesan-Archive enthalten spezifische Tonformate (variable area Lichtton, Magnetstreifen), bestehen fast immer aus Azetat aus 1955-1975 (Essigsäure-Risiko) und müssen FIAF-konform geliefert werden, um in Bistumsarchiven, der Stiftung Deutsche Kinemathek oder dem Bundesarchiv-Filmarchiv als Archivkopie akzeptiert zu werden.
  • Azetat-Deadline: Unsere Lab-Messung an 71 deutschen Pfarr- und Schulfilm-Rollen ergibt für die Dekade 1950-1959 einen durchschnittlichen Free Fatty Acid Index (FFI) von 2,6. Ab FFI 1,5 beschleunigt der Säure-Verfall sich autokatalytisch - der Film zerstört sich aus sich selbst heraus, ohne externen Auslöser.
  • Per-Rolle-Preis transparent: 13,49 € pro 3-Zoll-Spule (50 Fuß, ca. 4 Min.) bei 1-2 Rollen, gestaffelt bis 8,99 € bei 41+ Rollen. 5-Zoll- (200 Fuß) ab 24,99 €, 7-Zoll- (400 Fuß) ab 32,99 €. Wet-Gate, Reinigung, Klebestellen-Reparatur und Synchronton bereits enthalten - kein Aufpreis für Pfarreien.
  • Bell & Howell modifiziert: Baujahr 1968, im eigenen Lab 2024 auf 4K-Sensor und Filmguard-Wet-Gate umgerüstet. Sprocketless-Transport, Optisch- und Magnetton im selben Lauf, 4096 x 3072 Pixel Quellauflösung.
  • FIAF-konforme Lieferung: ProRes 422 HQ Archivmaster, MP4 H.264 Zugangskopie für die Pfarrgemeinde, BWF-WAV-Audio, Checksum-validierte LTO-Sicherung bei Diözesan-Volumen.
  • Heritage-Anschluss: Wenn eine Rolle Bestände der historisch-religiösen Bauwerk-Dokumentation enthält (z. B. Kirchenneubauten 1955-1975, Renovierungen vor Vatikanum II), liefern wir Schenkungs-Master in der Spezifikation, die die Stiftung Deutsche Kinemathek hierfür erwartet.

Wo liegen die meisten 16mm-Pfarrgemeinde-Filme noch?

Aus 71 Sammlungen, die seit 2024 durch unser Lab gelaufen sind, lässt sich ein typisches Muster ablesen. Pfarrarchive enthalten 16mm-Spulen aus drei klar abgegrenzten Bestandskategorien:

  • Liturgisches Dokumentationsmaterial 1955-1975: Erstkommunionen, Firmungen, Fronleichnamsprozessionen, Pfingstwallfahrten, Patrozinien. Häufig Kodachrome 16mm Stummfilm, manchmal mit nachträglich aufgesprochenem Magnetstreifen. Diese Spulen liegen meist in pappenen Originaldosen im Pfarrhaus-Keller oder Sakristei-Schrank.
  • Bauwerk- und Renovierungs-Aufnahmen: Kirchenneubauten der Nachkriegszeit, Umgestaltungen nach Vaticanum II (1962-1965), Restaurierungen historischer Altäre und Fresken. Häufig durch örtliche Filmamateure oder das Bistums-Pressereferat gedreht, mit Lichtton. Hier liegt der dokumentarische Wert sehr hoch - oft ist es die einzige Bewegtbild-Quelle eines mittlerweile veränderten Innenraums.
  • Mission und Jugendarbeit: Salesianer-, Pallottiner-, Steyler-Missions-Filme, Jugendlager-Berichte aus den 1960er-70er Jahren. Häufig 16mm mit optischer Tonspur, weil die Vorführung in Pfarrsälen mit Schmalfilmprojektor zur Routine gehörte.

In rund einem Drittel der Fälle ist die Verantwortung mittlerweile vom Pfarrer in die Hand eines Heimat- oder Geschichtsvereins übergegangen. Der typische Auslöser einer Anfrage bei uns ist eine Pfarrei-Auflösung im Rahmen einer Pfarreien-Gemeinschaft oder ein anstehendes Jubiläum (75. Kirchweihe, 100 Jahre Pfarrei).

Dasselbe Einzelbild aus einer 16mm-Pfarrgemeinde-Spule (Erstkommunion-Prozession, ca. 1971, Azetat mit gemessenem FFI 1,8). Links: Telecineprojektion, wie sie deutsche Budget-Anbieter mit umgebauten Projektoren liefern - Essigsäure-Gelbstich, vertikale Kratzer, verlorenes Randdetail. Rechts: 4K Wet-Gate Bild-für-Bild-Scan auf unserem modifizierten Bell & Howell - die Filmguard-Flüssigkeit füllt die Kratzer optisch ohne digitale Interpolation. Schiebe den Regler, um zu vergleichen.

Die Azetat-Deadline: warum die Reihenfolge der Sammlung zählt

16mm-Film aus deutschen Pfarrarchiven ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Azetat-Träger (Cellulose-Triacetat). Polyester-Träger setzte sich erst Ende der 1970er Jahre für Schmalformate durch. Azetat reagiert mit Luftfeuchtigkeit und gibt dabei Essigsäure ab - das Essigsyndrom. Sobald die freie Säure im Film selbst einen kritischen Wert erreicht (Free Fatty Acid Index ≥ 1,5), wirkt die Säure als Eigen-Katalysator. Der Verfall beschleunigt sich, auch wenn die Lagerung verbessert wird.

Wir messen jede eingehende Sammlung mit A-D-Streifen des Image Permanence Institute (Rochester, NY). Das Ergebnis nach Dekade:

FFI nach Produktionsdekade 71 deutsche Pfarr-/Schulfilm-Spulen — Trend: jüngere Filme zeigen weniger Essigsyndrom 0,0 1,0 1,0 2,0 3,0 4,0 FFI FFI ≥ 2,0 = kritisch 2,6 1950–59 n=14 2,0 1960–69 n=19 1,4 1970–79 n=21 0,5 1980–89 n=11 0,2 1990–99 n=6 Quelle: EachMoment Lab, A-D-Streifen-Messung 2024–2026 (n=71). FFI: Free Fatty Acid Index.

Die Aussage ist eindeutig: Spulen aus den 1950er und frühen 1960er Jahren sind im Durchschnitt bereits über der kritischen FFI-1,5-Schwelle. Wenn ein Pfarrarchiv 50 Rollen mit gemischtem Bestand aus den Jahren 1955-1985 hält, sind statistisch rund 20-25 davon bereits autokatalytisch - sie verlieren ab heute spürbar Bildqualität, auch wenn der Karton im Keller verschlossen bleibt. Triage-Reihenfolge: zuerst die ältesten Rollen, dann das jüngere Material.

Wir liefern bei Sammlungen ab 20 Rollen einen kostenfreien Triage-Report mit FFI je Rolle, sodass die Pfarrei oder das Bistum für künftige Kampagnen weiß, welche Bestände noch warten können und welche bis 2027 unbedingt durch ein Lab müssen.

Die modifizierte Bell & Howell - was unsere 16mm-Kette tatsächlich kann

"Bell & Howell" steht als Markenname für mehrere Jahrzehnte 16mm-Geräte. Konkret arbeiten wir mit einem 1968er Modell, das wir 2024 im eigenen Lab auf 4K-Sensor, Filmguard-Wet-Gate, Sprocketless-Transport und gleichzeitiger Doppel-Pickup für optischen und magnetischen Ton umgebaut haben. Der entscheidende Unterschied zu Telecineprojektion (umgebauter Projektor mit DV-Kamera, wie ihn die meisten deutschen Budget-Anbieter einsetzen): unsere Maschine projiziert das Bild nicht, sondern fotografiert es Bild für Bild mit kontrollierter Beleuchtung und Wet-Gate-Flüssigkeit. Kratzer werden optisch unsichtbar, weil die Filmguard-Flüssigkeit dieselbe Brechzahl wie der Filmträger hat und die Furchen "ausfüllt".

Bell & Howell Filmscanner (Lab-Modifikation 2024)

Hauptscanner für 16mm und Super 16

Baujahr 1968 - im eigenen Lab umgebaut

  • Quell-Auflösung 4096 x 3072 Pixel pro Bild (4K-Master)
  • Wet-Gate mit Filmguard-Flüssigkeit (perchlorethylen-frei)
  • Sprocketless-Transport - verhindert Risse in brüchigem Azetat
  • Optischer und magnetischer Ton gleichzeitig ausgelesen
  • Durchsatz ca. 6 Minuten Scanzeit pro Minute Film

Ultraschall-Reinigungsbad mit Filmrenew

Pre-Scan-Reinigung für verklebte Pfarrspulen

Lab-Standard

  • Tauchbad mit Archiv-Grade-Reiniger
  • Entfernt Oberflächen-Essigsäure-Residuum ohne die Emulsion anzugreifen
  • Pflicht bei FFI ≥ 1,5
  • In unseren Tarifen enthalten - kein Aufpreis für Pfarrgemeinden

A-D Strip Kit (Image Permanence Institute)

Azetat-FFI-Triage für ganze Archive

Standard seit 2019

  • Free Fatty Acid Index-Messung pro Spule (FFI 0-3)
  • FFI < 1,5 Scan innerhalb 24 Monaten unkritisch
  • FFI 1,5-2,0 sofortiger Scan, auto-katalytisches Risiko
  • FFI > 2,0 Scan binnen 6 Monaten plus Kühl-Lagerung
  • Triage-Report bei Sammlungen ab 20 Spulen kostenlos

CIR-S Filmkleber + Kodak Presstape

Reparatur von Klebestellen und Perforations-Schaden

Lab-Standard

  • CIR-S Heißklebe-Gerät für 16mm Azetat und Polyester
  • Kodak Presstape für Notreparatur ohne Wärme
  • Perforations-Paket-Reparatur bis 4 Bilder Länge
  • Während der Digitalisierung alle Klebestellen kostenfrei revidiert

Optischer + magnetischer Ton-Pickup

Synchron-Ton für Liturgie- und Schul-Filme

In Scanner integriert

  • Optische Spur (variable area, variable density) - Schulfilme 1955-1980
  • Magnetstreifen (mag-stripe) - Pfarrfilme 1965+
  • Ausgabe 48 kHz / 24-bit BWF-WAV, bildgenauer Sync
  • Ohne Ton ist ein Liturgie-Film historisch wertlos

FIAF-konforme Mastering-Pipeline

Lieferung, die Bistums- und Bundesarchive akzeptieren

Standard seit 2019

  • ProRes 422 HQ Archivmaster (FIAF-Empfehlung 2020)
  • MP4 H.264 Zugangskopie für Pfarrangehörige + Forscher
  • Checksum-validierte LTO-Bandsicherung für Diözesan-Volumen
  • BWF-WAV-Audio nach FIAF-Standard

Der praktische Effekt zeigt sich am deutlichsten in Bewegung. Das einzelne Standbild verzeiht eine schlechte Capture-Kette weitgehend; erst die laufende Aufnahme verrät Projektor-Flimmern, Bildtor-Wackeln (gate weave) und den Essigsäure-Gelbstich:

Identische 8 Sekunden aus einer 16mm-Pfarrgemeinde-Spule, zwei Capture-Methoden. Die Bewegungs-Artefakte - Projektor-Flimmern, Bildtor-Wackeln (gate weave), Vignette, gelblicher Essigsäure-Schleier - werden erst in Bewegung sichtbar; im Einzelbild-Vergleich bleiben sie weitgehend verborgen. Schiebe den Regler, um zu vergleichen.

Vom Eingang zum FIAF-Master: was wirklich mit der Pfarrspule passiert

1. Triage und A-D Strip FFI-Messung
1. Triage und A-D Strip FFI-Messung Jede Pfarrspule erhält eine A-D Strip-Messung. FFI ≥ 1,5 bedeutet sofortiger Scan; FFI ≥ 2,0 erzwingt erst ein Filmrenew-Ultraschallbad. Bei einer Sammlung von 80 Spulen aus dem Diözesan-Magazin ist das oft die Hälfte.
2. Klebestellen-Reparatur und Ultraschall-Reinigung
2. Klebestellen-Reparatur und Ultraschall-Reinigung Klebestellen werden CIR-S geheißklebt oder mit Kodak Presstape kalt repariert. Danach Ultraschallbad, um Säure-Residuum und Staub zu entfernen - sonst knirscht der Film während des Transports.
4. ProRes 422 HQ Master + Zugangskopie
4. ProRes 422 HQ Master + Zugangskopie FIAF-konformer 4K ProRes 422 HQ Archivmaster - kompatibel mit Stiftung Deutsche Kinemathek und Bundesarchiv-Filmarchiv. Zugangskopie als MP4 H.264 für die Pfarrgemeinde. Checksum-Datei + BWF-WAV-Audio im Lieferpaket.

Eine wichtige Anmerkung zum Ton. Pfarrgemeinde-Filme sind selten stumm. Liturgische Aufnahmen aus den 1960er Jahren haben oft Lichtton mit der Predigt oder Gemeindegesang; Missionsfilme tragen meist eine optische Sprecherspur. Bei Aufnahmen ab etwa 1965 dann zunehmend Magnetstreifen - eine später aufgeklebte oder aufgesprühte Eisenoxid-Schicht entlang der Filmkante. Beide Spuren werden auf unserer Maschine im selben Lauf wie das Bild ausgelesen, mit bildgenauer Synchronität. Eine separate Audio-Restauration in iZotope RX folgt nur, wenn die Pfarrei das ausdrücklich wünscht; bei kirchlichem Material respektieren wir typischerweise den Original-Klang, weil er Teil der historischen Aussage ist.

Für Magnetstreifen gilt eine zusätzliche Vorsicht: bei Spulen mit FFI ≥ 1,8 löst sich der Streifen oft vom Träger ("mag-stripe shedding"). In dem Fall wird die Magnetspur vor dem Scan mit isopropylalkoholfreier Reinigung stabilisiert. Die zweite Probe unten zeigt einen Pfingst-Pfarrfilm aus 1972 mit ursprünglich abblätterndem Magnetstreifen:

Zweite Probe: Pfingstprozession ca. 1972, 16mm Kodachrome-Original mit magnetischer Tonspur. Links: typische Projektor-Capture-Kette mit verlorener Hochlicht-Reserve. Rechts: 4K Wet-Gate plus synchroner mag-stripe-Pickup auf demselben Pass - der Glockenklang und die Predigt-Verstärkung bleiben bildgenau gekoppelt.

Preis pro Rolle: vollständige Aufschlüsselung für Pfarrgemeinden

Unser DE-Preisgerüst für 16mm hat zwei Achsen: Rollengröße (3"/5"/7" entsprechend 50/200/400 Fuß bzw. ca. 4/15/30 Minuten Laufzeit) und Bestellmenge. Frühreservierungs-Rabatt (Erinnerungsbox-Rücksendung binnen 21 Tagen, 10 %) kombiniert sich multiplikativ mit dem Volumen-Rabatt.

Preis je 3-Zoll-16mm-Spule (EUR) Staffelpreis für Pfarrgemeinden und Bistumsarchive - inkl. Early Bird, Wet-Gate, Ton 0 5 10 15 20 EUR Marktdurchschnitt 16mm ca. 18 € 13,49 € 1-2 12,14 € 3-5 11,47 € 6-9 10,79 € 10-20 10,12 € 21-40 8,99 € 41+ Anzahl bestellter 3"-Spulen (4 Min. typisch). Discounts kombinieren multiplikativ.
Preis je 3-Zoll-16mm-Spule in EUR - EachMoment DE Volumenstaffel für Pfarrgemeinden und Bistumsarchive. Marktdurchschnitt nach Konkurrenz-Recherche google.de 2026-05.

Wichtig für Diözesan-Verantwortliche: die obigen Zahlen beziehen sich auf 3"-Spulen (50 Fuß, ca. 4 Min., der häufigste 16mm-Befund in Pfarrarchiven). Bei einer durchschnittlichen Pfarr-Sammlung von 80 Rollen, Mischung aus 3" und 5", liegt die effektive Spulen-Pauschale bei ca. 11-13 € inkl. Wet-Gate-Scan, optisch+magnetisch Ton und FIAF-Master. Bei 5"-Spulen ab 24,99 € und 7"-Spulen ab 32,99 € - mit identischer Volumenstaffel.

Was in jedem Preis enthalten ist:

  • 4K Wet-Gate-Scan auf der modifizierten Bell & Howell (kein 2K-Downscale, kein Telecine-Workaround)
  • Ultraschall-Reinigung mit Filmrenew für alle Rollen mit FFI ≥ 1,5
  • CIR-S-Klebestellen-Reparatur an allen entdeckten Splices
  • Optischer + magnetischer Ton synchron, BWF-WAV 48 kHz / 24-bit
  • ProRes 422 HQ Archivmaster + MP4 H.264 Zugangskopie + Original-Spule zurück
  • Triage-Report mit FFI je Rolle ab 20 Spulen Sammlungsgröße
  • Kostenfreier Hin- und Rückversand der Erinnerungsbox innerhalb Deutschlands

Was NICHT enthalten ist und separat berechnet wird:

  • AI-Bildoptimierung (z. B. Topaz Video AI Restoration) - 4,99 € Aufpreis je Spule, optional
  • USB-Stick oder DVD-Auslieferung (Standard ist Cloud-Download + LTO-Sicherung)
  • Schenkungs-Master in der Spezifikation der Stiftung Deutsche Kinemathek - eigene Vereinbarung, je nach Umfang der Materialprüfung

Was kostet 16mm bei den Marktteilnehmern? Konkurrenz-Recherche google.de Mai 2026

Der Vergleich ist nicht trivial, weil die deutschen Anbieter unterschiedlich abrechnen - manche je Rolle, manche je Minute, manche mit Zusatzkosten für Wet-Gate oder Ton. Stand 2026-05-21, recherchiert auf den jeweiligen Pricing-Seiten der ersten zehn google.de-Treffer für "16mm pfarrgemeinde film digitalisieren" (vor Steuer, deutsche TLDs):

Anbieter Preis je 3"-Spule Wet-Gate Synchron-Ton FIAF-Master
mediafix.deab 22,99 €AufpreisAufpreisNein
copylab.de5,99 €/Min. (≈24 €/Spule)NeinTeilweiseNein
filmrolle.tvk. A. (Studiokamera-Verfahren)NeinTeilweiseNein
film-retter.dePreis auf AnfrageAufpreisAufpreisNein
medienrettung.dePreis auf AnfrageJaJaAuf Anfrage
filmstube-berlin.comPreis auf Anfragek. A.k. A.k. A.
EachMoment DEab 13,49 € (8,99 € Diözesan-Volumen)InklusiveInklusive (opt. + mag.)Inklusive (ProRes 422 HQ)

Die meisten deutschen Anbieter verlangen Wet-Gate, Synchronton und Archiv-konformes Mastering als separate Aufschläge - nicht aus Bösartigkeit, sondern weil deren Standard-Workflow eine Telecine-Projektion plus DV-Capture ist. Wer eine Pfarrsammlung im Archiv ablegen will, braucht aber alle drei Bestandteile, sonst akzeptiert die Stiftung Deutsche Kinemathek oder das Bundesarchiv-Filmarchiv die Datei nicht als Schenkungsmaster.

Anschluss an die Stiftung Deutsche Kinemathek

Die Stiftung Deutsche Kinemathek in Berlin sammelt und bewahrt deutsches Filmerbe in einem FIAF-konformen Rahmen. Ihr Bestand enthält zwar primär Spielfilm, Dokumentarfilm und Amateurfilm-Konvolute - aber kirchliches Material aus Pfarr- und Diözesan-Archiven gehört genauso zur audiovisuellen Geschichte Deutschlands, insbesondere wenn es um Liturgie- und Kirchenbau-Dokumentation der Wirtschaftswunder- und Nachkonzils-Phase geht. Wenn eine Pfarrei oder ein Bistum erwägt, einen Teil seiner Bestände als Schenkungskopie an die Kinemathek (oder an ein vergleichbares Landesfilmarchiv) zu übergeben, sind die formalen Voraussetzungen klar:

  • ProRes 422 HQ (oder höher) als Master in der ursprünglichen Bildrate (16, 18 oder 24 fps)
  • BWF-WAV-Audio in 48 kHz / 24-bit, mit Begleitmetadaten zur Tonquelle (optisch / magnetisch / kombinier)
  • Frame-genaue Bildbeschreibung und Triage-Bericht (FFI je Rolle)
  • Volle Provenienz-Kette: Pfarrei, Sammlungs-Eingangsdatum, Lab-Identifikation

Genau diese Lieferspezifikation entspricht unserer Standardausgabe für jede 16mm-Pfarrsammlung. Wir liefern den Schenkungsmaster auf separater LTO-Bandsicherung mit signiertem Konformitäts-Begleitschein. Erfahrungsgemäß spart das im Annahme-Prozess der Kinemathek zwischen vier und acht Wochen, weil dort kein Re-Wrapping mehr nötig ist.

Häufige Fragen aus Pfarrgemeinden und Bistumsarchiven

Was passiert mit einer 16mm-Spule, die im feuchten Pfarrhaus-Keller lag?

Sehr wahrscheinlich liegt sie über der FFI-1,5-Schwelle und muss zuerst durch ein Filmrenew-Ultraschallbad. Wir messen jede Rolle einzeln mit A-D-Streifen. Ist der Säurewert über 2,0, scannen wir innerhalb von sechs Monaten - länger zu warten kostet sichtbare Bildqualität. Die Reinigung ist in unserer Pauschale enthalten.

Wie hoch ist der Mindestauftrag für eine Pfarrgemeinde?

Es gibt keinen Mindestauftrag. Ab einer einzigen Spule rechnen wir den 3"-Preis von 13,49 € (mit Early-Bird-Rabatt) ab. Die Staffelpreise greifen schon ab drei Spulen. Bei sehr großen Sammlungen ab 100 Rollen sprechen wir auf Wunsch eine Diözesan-Pauschale aus.

Wie wird der Magnetstreifen-Ton mit dem Bild synchronisiert?

Auf demselben Lauf wie das Bild. Unsere modifizierte Bell & Howell hat sowohl einen optischen Tonkopf (für variable-area/variable-density Lichtton) als auch einen magnetischen Pickup für die mag-stripe-Spur. Die Audiodaten werden bildgenau in den Master-Stream eingebettet - kein nachträgliches "Einpassen".

Was passiert mit dem Original nach der Digitalisierung?

Es kommt zurück, in der Erinnerungsbox, mit den Original-Dosen oder gegebenenfalls neuen Polyester-Sleeves bei brüchigem Material. Wir vernichten kein Original ohne ausdrückliche schriftliche Anweisung des Auftraggebers - das ist bei kirchlichem Material auch kanonisch heikel.

Können wir den Master für die Pfarr-Webseite verwenden?

Ja. Die MP4 H.264 Zugangskopie ist genau dafür gedacht. Eine 4K-Master-Datei ist für YouTube-Upload überdimensioniert; die H.264-Kopie in 1080p reicht für jede Webseite und alle gängigen Streaming-Dienste. Beide Formate sind in der Pauschale enthalten.

Wie lange dauert eine typische Pfarrsammlung?

Bei 50 Spulen rechnen wir mit drei bis vier Wochen ab Eingang. 200 Spulen brauchen acht bis zehn Wochen, weil die Triage und Klebestellen-Reparatur einen größeren Anteil ausmachen als das eigentliche Scannen. Engpässe entstehen meist nicht auf der Maschine, sondern bei der manuellen Vorbereitung.

Was kostet die Schenkungskopie an die Stiftung Deutsche Kinemathek?

Kein Aufpreis für die Spezifikation - das ist unser Standard-Master. Der Mehraufwand entsteht nur bei der separaten LTO-Bandsicherung und beim signierten Konformitäts-Begleitschein, was wir mit einer Aufwandspauschale je nach Sammlungsgröße abrechnen. Bei 80 Spulen typischerweise zwischen 80 und 150 € einmalig.

Wie eine Pfarrei oder Diözese den Auftrag startet

Drei Schritte:

  1. Erinnerungsbox anfordern: kostenfrei, kommt mit DHL-Rückversandetikett und vorbereiteten Polster-Sleeves für 16mm-Spulen. Hier anfordern.
  2. Spulen einpacken: Original-Dosen falls möglich verwenden, Beschriftung erhalten, lockerer Wickel-Test (kein Verzwirbeln). Bei brüchigem Azetat besser einzeln in Sleeves.
  3. Box zurücksenden: EachMoment DE schickt die Erinnerungsbox per DHL, wir melden Eingang per E-Mail und schicken den FFI-Triage-Report binnen einer Woche. Erst dann startet die eigentliche Scanphase.

Bei Sammlungen über 100 Spulen empfehlen wir ein kurzes Vorgespräch (Video oder Telefon), damit wir auf besondere Lagerbedingungen, parallele Magnetband-Bestände (z. B. ¼"-Tonband mit ergänzendem Originalton) oder geplante Veröffentlichungstermine eingehen können. Auch der Annahme-Prozess der Stiftung Deutsche Kinemathek lässt sich so frühzeitig abstimmen.

Aktuelle Tarife für 16mm-Digitalisierung ansehen oder jetzt eine Erinnerungsbox anfordern. Bei Fragen zu Diözesan-Volumen oder Schenkungs-Spezifikation antwortet Maria C aus dem EachMoment-Lab direkt per E-Mail innerhalb von 24 Stunden.

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