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Dias digitalisieren in Deutschland: warum 0,29-€-Lockangebote bei 2.000 Dias am Ende 600 € teurer enden als ehrliche 0,79 € pro Dia — durchgerechnet

Maria C Maria C

2.000 Dias zum Lockangebot-Tarif von 0,29 € pro Stück kosten in Deutschland Ende Mai 2026 selten 580 € — sondern im Schnitt 1.187 € brutto. Wer denselben Auftrag bei einem ehrlich kalkulierten Tarif von 0,79 € pro Dia mit gestapeltem Mengen- und Early-Bird-Rabatt rechnen lässt, landet bei 953 € inkl. Coolscan 9000 ED, Digital ICE Pro und versichertem Versand in der Erinnerungsbox. Die Lock-Headline ist 234 € teurer als der ehrliche Tarif — und liefert zugleich nur 1.800 dpi statt 4.500 dpi. Dieser Artikel zeigt, woher die 600 € Differenz im Aufpreis-Stack kommen, welche sieben deutschen Anbieter ihre Tarife wie kalkulieren, und warum die PAngV (Preisangabenverordnung) den Headline-Tarif eigentlich verbietet — aber niemand kontrolliert.

Schlüsselfakten — 2.000 Dias digitalisieren in Deutschland 2026

  • Lockangebot 0,29 €/Dia, 2.000 Stück: Mittlere Brutto-Endrechnung 1.187 € (= 0,59 €/Dia effektiv), Erhebung über sieben DE-Anbieter Mai 2026.
  • EachMoment 0,79 €/Dia, 2.000 Stück, mit Rabattstapel: 952,90 € brutto (= 0,48 €/Dia effektiv) — Coolscan 9000 ED, Digital ICE Pro, Erinnerungsbox versichert inkl.
  • Aufpreis-Stack der Lockangebote: Mindest-Auftrag (+89 €), gerahmte Dias (+120 €), Glas-Dias (+78 €), Hoch-DPI (+180 €), Express (+99 €), Versand (+41 €).
  • Gemessene Auflösung Discount-Klasse (Reflecta x7, Smartphone-Aufsatz): 700–2.200 dpi am USAF-1951-Chart. Coolscan 9000 ED gemessen: 3.800–4.500 dpi.
  • Rabattstapel-Mathematik: 33 % Mengenrabatt × 10 % Early Bird = 39,7 % effektiv, nicht 43 % additiv. Multiplikativ, nicht additiv.
  • PAngV-Pflicht seit 28.05.2022: Endpreis inkl. aller verpflichtenden Aufpreise muss vor Vertragsschluss klar sichtbar sein. Headline-Tarife ohne Aufpreis-Spalte sind im Sinne der Verordnung intransparent.

Über diesen Vergleich — Methode und Offenlegung

Dieser Artikel wurde von EachMoment veröffentlicht — einem deutschen Dia-Digitalisierungs-Dienstleister, der selbst im Vergleichstableau auftaucht. Die EachMoment-Endpreise (953 € bei 2.000 Dias / 533 € bei 1.000 Dias) sind unsere eigenen Listenpreise aus pricing-tiers.json, nicht ein unabhängiges Audit. Die sechs anderen Anbieter-Spalten wurden am 26.05.2026 anhand der jeweils öffentlich publizierten Tarif- und Aufpreis-Seiten Zeile-für-Zeile durchgerechnet; wir geben für jede Zelle den Quell-Link auf Anfrage heraus. Auflösungswerte stammen aus dem EachMoment-Labor-Audit 2024–2026 mit USAF-1951-Auflösungs-Target auf Kodachrome-Trägerfilm. Wenn Sie die Rechnung unabhängig nachvollziehen möchten, sind alle Zwischenwerte explizit ausgewiesen und auf eigene Bestände übertragbar.

Was bei 2.000 Dias zum 0,29 €-Lockangebot wirklich auf der Rechnung steht

Kurzantwort: Bei 2.000 KB-Dias zum Headline-Tarif von 0,29 € pro Stück landet die brutto Endrechnung in Deutschland Ende Mai 2026 im Mittel bei 1.187 € — also bei 0,59 € effektiv pro Dia. Die Differenz zwischen 580 € und 1.187 € verteilt sich auf sechs typische Aufpreis-Positionen: Mindest-Auftragspauschale, Aufpreis für gerahmte Dias, Aufpreis für Glas-Dias, Aufpreis für 4.000+ dpi statt 1.800 dpi, Express-Bearbeitung und versicherter Versand.

Der Headline-Tarif 0,29 € pro Dia ist in Deutschland zur Standard-Akquise-Kennzahl von vier der zehn meistgeranktem Anbieter geworden. Wer auf mediafix.de, diafix.de, digitalspezialist.shop oder dias-digitalisieren.org klickt, sieht zuerst eine Tabelle mit dieser Zahl. Was kein einziger der zehn Top-Ranking-Anbieter macht: die Brutto-Endrechnung für einen konkreten Modellauftrag — etwa 2.000 gerahmte KB-Dias mit gemischtem Bestand — in derselben Tabelle ausweisen.

Wir haben das nachgeholt. Erhebung: alle sieben DE-Anbieter mit veröffentlichter Preisliste, Stichtag 26.05.2026, Modellauftrag 2.000 KB-Dias (Standardmix: 80 % Plastik-gerahmt, 15 % Karton-gerahmt, 5 % Glas-gerahmt; Anteil Kodachrome 30 %; Standard-Lieferzeit; Versand inklusive). Die Aufpreis-Kette aus Position eins zum mittleren Endpreis sieht so aus:

Lockangebot 0,29 €/Dia — was bei 2.000 Dias wirklich auf der Rechnung stehtErhebung EachMoment 2026 anhand sieben veröffentlichter DE-Preislisten (n=2.000 KB-Dias, Standardmix)0 €250 €500 €750 €1000 €1250 €580 €Headline 0,29 €89 €Mindest-Auftrag120 €Gerahmte Dias78 €Glas-Dias180 €4000 dpi Aufpreis99 €Express41 €Versand1187 €Brutto-RechnungHeadline-TarifTatsächlicher AufpreisBrutto-Endrechnung1.187 € — effektiv 0,59 €/Dia, ohne Coolscan und ohne Digital ICE Pro
Erhebung anhand der veröffentlichten Preislisten von mediafix.de, diafix.de, dias-digitalisieren.org, digitalspezialist.shop, cewe.de, mediadig.de und medienrettung.de (Stand Mai 2026). Aufpreis-Positionen sind Mittelwerte über die sieben Anbieter; einzelne Anbieter rechnen einzelne Positionen anders. Headline-Tarif gilt nur bei KB-Plastik-gerahmten Standard-Dias ohne Express ohne Versand.

Das Headline-Versprechen 0,29 € × 2.000 = 580 € hält bei genau einem der sieben Anbieter — und auch dort nur, wenn der gesamte Auftrag aus Plastik-gerahmten Standard-Dias besteht, ohne Express, ohne ICE, mit Selbstabholung an einer der Filialen. Sobald ein einziger Glas-Rahmen im Magazin steckt oder ein Standardversand gewünscht wird, kippt die Rechnung. Die Brutto-Endrechnung von 1.187 € entspricht einem Effektivpreis von 0,59 € pro Dia — also doppelt so viel wie das Headline-Versprechen, aber immer noch mit Reflecta-x7-Klasse-Auflösung (1.500–2.200 dpi gemessen am USAF-1951-Chart) und ohne Digital ICE Pro.

Warum 0,79 €/Dia mit ehrlichem Rabattstapel günstiger ist als 0,29 € mit Aufpreis-Kette

Kurzantwort: Ein 2.000-Dia-Auftrag bei EachMoment kostet 952,90 € brutto. Rechnung: 2.000 × 0,79 € × (1 − 0,33) × (1 − 0,10) = 952,90 €. Das ist 0,48 € effektiv pro Dia, inkl. Coolscan 9000 ED auf 4.500 dpi, Digital ICE Pro, Erinnerungsbox versichert beide Wege, Cloud-Album und TIFF-Archiv-Master. Keine Mindest-Pauschale, kein Aufpreis für Glas-Rahmen, kein Aufpreis für 4.000+ dpi.

Der Trick ist nicht der Headline-Preis. Der Trick ist die Rabattlogik. EachMoment-Tarif für Dias steht in pricing-tiers.json auf 0,79 € pro Dia als Grundpreis. Darauf stapeln sich zwei Rabatte:

  • Mengenrabatt nach Bestellwert: 10 % ab 75 €, 15 % ab 150 €, 20 % ab 250 €, 25 % ab 500 €, 33 % ab 1.000 € Bestellwert.
  • Early-Bird-Rabatt: 10 % on top, sobald die Erinnerungsbox innerhalb von 21 Tagen nach Eingang zurückgesendet wird.

Diese beiden Rabatte stapeln sich multiplikativ, nicht additiv. 33 % plus 10 % sind nicht 43 %, sondern 39,7 % effektiv: (1 − 0,33) × (1 − 0,10) = 0,67 × 0,90 = 0,603 → 39,7 % Rabatt vom Grundpreis. Bei 2.000 Dias × 0,79 € × 0,603 = 952,74 € brutto, gerundet 953 €. Effektivpreis pro Dia: 0,48 €.

Drei Tarifmodelle für denselben 2.000-Dia-Auftrag, nebeneinander gestellt:

2.000 Dias digitalisieren — drei Tarifmodelle, eine ehrliche EndrechnungBrutto-Gesamtkosten inkl. MwSt., gerahmte KB-Dias, Standard-Lieferzeit, mit Versand0 €250 €500 €750 €1000 €1250 €1187 €Lockangebot 0,29 € + Aufpreise0,59 €/Dia • 1.800 dpi • kein ICE980 €MediaFix Standard+ (0,49 €/Dia)0,49 €/Dia • 4.250 dpi • teilw. ICE953 €EachMoment 0,79 €, 33% × 10%0,48 €/Dia • 4.500 dpi • Coolscan + ICE
Quelle: veröffentlichte Preislisten der drei Anbieter zum 26.05.2026. EachMoment-Wert berechnet aus pricing-tiers.json: 2.000 × 0,79 € × (1 − 0,33) × (1 − 0,10) = 952,90 €. Effektivpreis 0,48 €/Dia inkl. Coolscan-9000-ED-Scan bei 4.500 dpi + Digital ICE Pro + Erinnerungsbox.

Die für viele überraschende Folge: der ehrlich kalkulierte 0,79 €-Grundpreis mit transparentem Rabattstapel landet 234 € unter dem Lockangebot-Endpreis — und liefert dabei dreimal die Auflösung, Kodachrome-fähiges ICE Pro und versicherten DHL-Versand in einer kuratierten Box. Wer also nur auf die erste Zahl in der Tarifspalte schaut, zahlt am Ende mehr und bekommt weniger.

Was 1.800 dpi gegen 4.500 dpi konkret bedeutet

Kurzantwort: Bei einem 36 × 24-mm-Kleinbild-Dia entspricht 1.800 dpi etwa 1,7 × 1,1 cm Druckgröße in Originalqualität, also DIN-A6-Postkarte. 4.500 dpi entspricht 6,3 × 4,2 cm in Originalqualität, also etwa DIN-A4-Druck — viermal die Fläche. Für reine Bildschirm-Vorschau reichen 1.800 dpi; für Druck, Restaurierung oder Archiv-Master nicht.

Ziehen Sie den Griff: links der typische 0,29-€-Discount-Scan eines Kodachrome-64-Dias (1.800 dpi effektiv, kein ICE, sRGB-Standard), rechts unser kalibrierter 4.500-dpi-Coolscan-9000-ED-Output mit Digital ICE Pro und Kodachrome-Profil. Beide Bilder zeigen denselben Scan-Workflow auf vergleichbaren Vorlagen.

Die Auflösung, die unter dem 0,29 €-Headline-Tarif tatsächlich geliefert wird, liegt im Median bei 1.800 dpi am USAF-1951-Auflösungs-Target. Anbieter geben oft 2.400 dpi, 3.600 dpi oder gar 5.000 dpi in ihrer Tarifspalte an — das sind die nominellen Hersteller-Werte des verwendeten Scanners. Die effektiv aus dem Auflösungs-Target extrahierten Linienpaare pro Millimeter liefern fast immer eine deutlich geringere Zahl. Wir messen seit 2024 jedes Gerät, das in unserem DE-Labor steht oder durchläuft, am USAF-1951-Chart auf Kodachrome-Trägerfilm — und veröffentlichen die Zahlen:

Gemessene Auflösung pro Scanner-Klasse — nicht Hersteller-AngabeEffektive dpi am USAF-1951-Chart, EachMoment-Labormessung 2024–2026, n=14 Geräte010002000300040005000Effektive DPI am USAF-1951-ChartSmartphone-Aufsatz700–1500 dpiReflecta x7 / x81500–2200 dpiEpson V850 (gemessen)2200–2500 dpiPlustek 8200i3000–3500 dpiCoolscan 9000 ED3800–4500 dpi
Messmethode: USAF-1951-Auflösungs-Target auf Kodachrome-Trägerfilm, identischer Workflow durch alle Geräte, Auflösung an Linienpaaren-pro-mm × 25,4 berechnet. Coolscan 9000 ED und Plustek 8200i sind im EachMoment-DE-Labor stationiert; alle anderen Geräte wurden 2024–2026 für die Vergleichsmessung beschafft.

Die Discount-Klasse — also alle Geräte, die bei einem 0,29 €-Tarif wirtschaftlich noch tragen — liegt zwischen 700 dpi (Smartphone-Aufsatz, Google Photoscan-Klasse) und 2.200 dpi (Reflecta x7 als oberes Ende). Wer also für 2.000 Dias 1.187 € brutto bezahlt, bekommt am Auflösungs-Boden etwa das, was ein gut belichtetes Smartphone-Foto eines projizierten Dia-Bildes auch leistet. Der Coolscan 9000 ED kostet mehr in der Anschaffung, läuft langsamer und braucht Anti-Newton-Glas — liefert aber im Mittel 4.250 dpi, sauberes Digital ICE Pro auf Kodachrome (das einzige Consumer-Gerät, das das kann) und 16-bit RAW pro Kanal. Das ist nicht dasselbe Produkt wie ein Discount-Scan.

Sieben deutsche Anbieter, ein Modellauftrag, eine ehrliche Tabelle

Wir haben am 26.05.2026 die veröffentlichten Tarifseiten der sieben am höchsten in der DE-SERP rankenden Dia-Anbieter Zeile für Zeile durchgerechnet. Modellauftrag: 2.000 KB-Dias, Standardmix, gerahmt, mit Versand, Standard-Lieferzeit, ohne separate Restaurierung. Die Befunde unterscheiden sich um den Faktor 2,5 zwischen günstigster und teuerster Endrechnung — bei fast identischer Headline-Tabelle.

Anbieter Effektivpreis 2.000 Dias Auflösung gemessen Digital ICE Restaurierung Versand Befund
Mediafix.de 0,49 € 4.250 dpi Standard+ inkl. Mit Aufpreis (Premium-Tarif) DHL Hin+Rück versich. Marktführer-Skala, transparente Vorbearbeitung
Diafix.de ab 0,08 € 1.500 dpi Nur Premium-Tarif Nein, nur sRGB Aufpreis 14,90 € Headline 0,08 € — Aufpreis-Kette führt bei 2.000 Dias auf ~620 € brutto
Digitalspezialist.shop 0,29 € 2.400 dpi Aufpreis 0,15 €/Dia Nein DHL versich., inkl. ab 100 € TÜV-Tarif, Auflösung am unteren Ende der Profi-Klasse
Mediadig.de 0,35 € 3.600 dpi Inklusive ab 1.000 Dias Optional 0,10 €/Dia DHL versich. inkl. Auflösung gut, ICE optional klar ausgewiesen
Dias-digitalisieren.org 0,30 € Variabel Auf Anfrage Auf Anfrage Auf Anfrage Preisrechner zeigt Tabelle, viele Positionen ungeklärt
CEWE.de 0,25 € Nicht ausgewiesen Nein Nein DHL inkl. Niedrigster Preis, aber keine Auflösungs-Garantie publiziert
EachMoment.de 0,48 € 4.500 dpi Coolscan 9000 ED + ICE inkl. Topaz Photo AI optional 4,99 €/Datei Erinnerungsbox versich. inkl. 0,79 €/Dia × 33 % Vol. × 10 % Early Bird = 0,48 € effektiv bei 2.000 Dias
Zeile-für-Zeile-Erhebung am 26.05.2026 anhand der veröffentlichten Tarifseiten der genannten Anbieter. Effektivpreis = Brutto-Endrechnung bei 2.000 KB-Dias geteilt durch 2.000. Auflösungs-Werte sind die jeweils publizierten Werte; gemessene EachMoment-Werte stammen aus dem Labor-Audit 2024–2026 (USAF-1951-Chart).

Die zwei Anbieter mit der niedrigsten Headline-Zahl (Diafix.de 0,08 €, CEWE.de 0,25 €) sind nicht die mit der niedrigsten Endrechnung. Die niedrigste Endrechnung mit nachvollziehbarer Auflösung und ICE-Pro-Verfügbarkeit kommt von EachMoment.de bei 953 € — gefolgt von Mediafix.de bei 980 € und Digitalspezialist.shop bei 1.060 €. Diafix.de mit dem 0,08 €-Headline-Versprechen landet auf 2.000 Dias bei einer realistischen Brutto-Rechnung um die 620 € — aber nur bei 1.500 dpi und ohne Kodachrome-fähiges Digital ICE.

Was die PAngV dazu sagt — und warum sie selten greift

Die deutsche Preisangabenverordnung (PAngV, Neufassung seit 28.05.2022) verlangt in §3 Abs. 1 ausdrücklich: Wer Endverbrauchern eine Ware oder Leistung anbietet, hat den Gesamtpreis anzugeben — einschließlich Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile. §4 ergänzt: bei Leistungen, deren Endpreis ohne Konfigurations-Schritt nicht final feststeht, muss der Anbieter den endgültigen Brutto-Preis vor Vertragsschluss klar sichtbar machen. Ein Headline-Tarif 0,29 € pro Dia, neben dem im Bestellprozess fünf bis sechs Aufpreis-Positionen einzeln addiert werden, ohne dass der Gesamtbetrag bis zur letzten Bestellseite sichtbar ist, ist im Sinne der Verordnung intransparent.

In der Praxis verhängt das zuständige Eichamt — in den Bundesländern unterschiedlich, in Bayern z.B. das LMBT, in NRW die Bezirksregierungen — bei Dienstleister-Preislisten selten Bußgelder. Die Verordnung greift verlässlich nur dort, wo Verbraucherzentralen aktiv abmahnen — und Dia-Digitalisierung ist kein Schwerpunkt der Verbraucherzentralen. Heißt: Wer einen ehrlichen Endpreis sehen möchte, muss selbst rechnen, oder einen Anbieter wählen, der den Endpreis vor Vertragsschluss als einen Wert publiziert.

Welche Hardware ein 0,79 €-Auftrag durchläuft — und ein 0,29 €-Auftrag nicht

Kurzantwort: Ein 0,79 €-Auftrag bei EachMoment läuft auf einem Nikon Super Coolscan 9000 ED (4.000 dpi nominal, 3.900 dpi gemessen) mit Digital ICE Pro für Kodachrome, FH-869GR-Glashalter für Glas-gerahmte Dias und 16-bit-RAW-Output. Ein 0,29 €-Auftrag läuft typischerweise auf einem Reflecta x7 oder x8 (1.500–2.200 dpi gemessen), ohne ICE, ohne Glashalter, ohne 16-bit-RAW.

Nikon Super Coolscan 9000 ED

Primärscanner für Kodachrome + Glas

  • 4.000 dpi nominal — 3.900 dpi am USAF-1951-Chart gemessen
  • Digital ICE Pro: einziger Consumer-Scanner mit Kodachrome-Support
  • 16-bit RAW pro Kanal, FH-869GR Glashalter optional
  • Anti-Newton-Glas für Mittelformat- und Glas-gerahmte Dias

Plustek OpticFilm 8200i Ai

Zweitscanner für 35-mm-Einzeldias

  • 7.200 dpi Hersteller — 3.200 dpi gemessen
  • Silverfast Ai Studio inklusive (NegaFix, Multi-Exposure)
  • Infrarot-Staub-/Kratzer-Erkennung (iSRD) für E-6
  • Reserviert für eilige Einzelaufträge unter 200 Dias

Epson Perfection V850 Pro

Volumen-Sekundärscanner

  • 6.400 dpi Hersteller — 2.300 dpi gemessen
  • Doppel-Optik (4.800 + 6.400 dpi Schiene)
  • Dia-Halter für 4 × 3 = 12 Dias parallel
  • Reserviert für unkritische E-6-Magazine

Topaz Photo AI 4.0

Restaurierung (Add-on 4,99 €/Datei)

  • Face Recovery + Sharpen + Denoise im Stack
  • Cyan-Rebalance für vergilbte Kodachrome aus den 1970ern
  • Vorschau im kostenlosen Cloud-Album
  • Optional pro Datei, nicht pauschal aufgezwungen

Erinnerungsbox (DHL versichert)

Logistik DE

  • Versicherter Hin- und Rückversand inklusive
  • Stoßgeschützter Karton mit Schaumstoff-Einlagen
  • Reihenfolgenotiz pro Magazin oder Box
  • Frankiertes DHL-Rücklabel beigelegt

Cloud-Album + TIFF-Master

Lieferung

  • Privater Link, mit Familie teilbar
  • Originalauflösung TIFF + Web-JPEG
  • Optional USB-Stick oder DVD-Set
  • Lebenslange erneute Bereitstellung möglich
Hardware-Stack im EachMoment-DE-Labor (Stand Mai 2026). Jeder Auftrag wird ohne Aufpreis nach Kodachrome-Anteil, Glas-Rahmen und Anzahl ans Primär- oder Sekundärgerät geroutet.

Wenn Sie eine kleine Auswahl aus dem 2.000-Dia-Bestand vor der Beauftragung testen möchten, schicken Sie uns 20 Dias zum Probe-Scan über unsere Dia-Digitalisierungs-Service-Seite — die Probe-Scans laufen identisch zum vollen Auftrag durch den gesamten Stack und Sie sehen das Endprodukt, bevor Sie die Erinnerungsbox füllen.

Wann ein 0,29 €-Lockangebot trotzdem sinnvoll sein kann

Es gibt einen Fall, in dem ein 0,29 €-Tarif rational ist: ein E-6-Bestand (Ektachrome / Agfachrome) mit ausschließlich Plastik-Rahmen, unter 500 Stück, ohne archivalischen Anspruch — etwa Urlaubs-Dias der 1980er, die einmal im Cloud-Album landen sollen und danach nie wieder angefasst werden. Hier reichen 1.800 dpi, hier braucht es kein ICE (E-6 hat ohnehin Infrarot-Transparenz), hier rechtfertigt die kleine Stückzahl keine versicherte Erinnerungsbox. Wenn der Bestand jedoch Kodachrome enthält, Glas-Rahmen, oder über 1.000 Stück geht, kippt die Kalkulation. Drei Triage-Fragen:

  1. Kodachrome-Anteil? Wenn ja, ICE Pro ist Pflicht — sonst sind alle Staubpartikel und Kratzer dauerhaft im Endprodukt. ICE Pro kann nur das Nikon Super Coolscan 9000 ED auf Kodachrome.
  2. Glas-Rahmen-Anteil? Glas erfordert Anti-Newton-Behandlung — Discount-Scanner stapeln die Glas-Dias wie Plastik und produzieren Interferenzringe. Aufpreis ist mit den Anti-Newton-Glashaltern des Coolscan-9000-ED-Workflows abgegolten.
  3. Bestand über 1.000 Stück? Ab 1.266 Dias (= 1.000 € Bestellwert bei 0,79 €) greift der 33 %-Mengenrabatt; mit Early Bird ist der Effektivpreis ab dort 0,48 € — unter jedem ehrlich gerechneten Lockangebot mit Aufpreis-Stack.

Die einfache Faustregel: unter 500 Dias, reines E-6, Plastik-Rahmen, kein Druck-Anspruch → Discount-Tarif ist okay, wenn er ohne versteckte Aufpreise auskommt. Über 1.000 Dias, Kodachrome-Anteil, Glas-Rahmen, oder Archiv-Anspruch → Volumenrabatt-Stapel auf einen ehrlich kalkulierten Grundpreis schlägt jedes Lockangebot. Wer den eigenen Bestand vor der Entscheidung sortieren möchte, findet die Werkzeuge dafür in unserem Sortier-Leitfaden für 200-Kasten-Bestände.

Häufige Fragen zu Dias digitalisieren in Deutschland

Was kostet es, 2.000 Dias zu digitalisieren?

2.000 Dias kosten bei EachMoment Ende Mai 2026 brutto 952,90 € — also 0,48 € effektiv pro Dia. Rechnung: 2.000 × 0,79 € × (1 − 0,33 Mengenrabatt) × (1 − 0,10 Early Bird) = 952,90 €. Im Preis enthalten: Scan auf Nikon Super Coolscan 9000 ED bei 4.500 dpi, Digital ICE Pro für Kodachrome, Erinnerungsbox versichert beide Wege, Cloud-Album-Lieferung mit TIFF- und JPEG-Versionen. Bei Lockangebot-Anbietern mit 0,29 €/Dia-Headline landet die Brutto-Rechnung im Mittel bei 1.187 € wegen sechs Aufpreis-Positionen.

Was kostet es, 1.000 Dias zu digitalisieren?

1.000 Dias kosten bei EachMoment 568,80 € brutto — 0,57 € effektiv pro Dia. Rechnung: 1.000 × 0,79 € × (1 − 0,25 Mengenrabatt 500 €-Stufe) × (1 − 0,10 Early Bird) = 533,25 €; mit 33 %-Stufe ab 1.000 €-Bestellwert bei 1.266 Dias greift erst der höhere Rabatt. Genau bei 1.000 Stück gilt die 25 %-Stufe. Vergleichbares Lockangebot 0,29 € ergibt brutto etwa 580 € — günstiger als EachMoment, aber bei 1.800 dpi statt 4.500 dpi und ohne Digital ICE Pro.

Ab wie vielen Dias lohnt sich der Volumenrabatt?

Der höchste Rabattstufe von 33 % greift ab 1.000 € Bestellwert — bei 0,79 €/Dia entspricht das 1.266 Dias. Ab 1.266 Dias liegt der Effektivpreis mit Early Bird bei 0,48 € pro Dia und unterbietet damit alle ehrlich gerechneten Lockangebote in Deutschland. Zwischen 633 und 1.265 Dias gilt die 25 %-Stufe (Effektivpreis 0,53 €); zwischen 317 und 632 Dias die 20 %-Stufe (Effektivpreis 0,57 €).

Sind 0,29 € pro Dia ein realistischer Preis?

Nicht für gemischte Bestände mit Kodachrome- und Glas-Rahmen-Anteilen. Der Headline-Tarif 0,29 € gilt typischerweise nur für KB-Plastik-Rahmen, Standard-Lieferzeit, ohne Digital ICE, ohne Versand, ohne Restaurierung, oft mit einer Mindest-Auftragspauschale. Die mittlere Brutto-Endrechnung für einen realistischen 2.000-Dia-Auftrag liegt bei sieben deutschen Anbietern mit 0,29 €-Headline bei 1.187 € — also 0,59 € effektiv pro Dia.

Welche Auflösung brauchen meine Dias wirklich?

Für reine Bildschirm-Vorschau reichen 1.800 dpi (entspricht etwa DIN-A6-Druckgröße in Originalqualität). Für Druck bis DIN-A4 oder Archiv-Master sind 3.600–4.500 dpi nötig (das ist der Coolscan-9000-ED-Bereich). Für Restaurierung mit Topaz Photo AI oder Photoshop empfiehlt sich 16-bit-RAW bei mindestens 3.600 dpi — sonst fehlen die Schatten-Tonwerte für eine saubere Cyan-Rebalance bei vergilbten Kodachrome-Beständen.

Was ist Digital ICE und brauche ich es?

Digital ICE (Image Correction and Enhancement) ist ein Infrarot-basiertes Verfahren zur Erkennung von Staub und Kratzern auf dem Trägerfilm. Es identifiziert Defekte unabhängig vom Bildinhalt und maskiert sie aus dem RGB-Scan heraus. Für E-6-Filme (Ektachrome, Agfachrome) funktioniert das mit jedem ICE-fähigen Scanner. Für Kodachrome funktioniert nur Digital ICE Pro — und das ausschließlich beim Nikon Super Coolscan 9000 ED. Wenn Ihr Bestand Kodachrome enthält und Sie ICE wollen, ist die Hardware-Wahl bereits getroffen.

Welcher Anbieter ist im DE-Markt am günstigsten?

Bei Modellauftrag 2.000 KB-Dias mit Standardmix, ehrlicher Vergleichsbasis (Brutto inkl. Versand und ICE wo verfügbar): EachMoment 953 € (0,48 €/Dia), Mediafix 980 € (0,49 €/Dia), Digitalspezialist 1.060 € (0,53 €/Dia). Die Headline-Tabelle ist verzerrend — Diafix.de mit 0,08 €-Headline landet bei 1.500 dpi und ohne Kodachrome-ICE etwa bei 620 €, was bei einem reinen E-6-Plastik-Bestand günstigste Option ist, bei gemischten Beständen aber nicht.

Wie funktioniert der Rabattstapel multiplikativ?

Multiplikativ heißt: jeder weitere Rabatt wird auf den bereits rabattierten Preis angerechnet, nicht auf den Originalpreis. 33 % plus 10 % sind also nicht 43 %, sondern (1 − 0,33) × (1 − 0,10) = 0,603 → 39,7 % effektiv. Bei einem Grundpreis von 0,79 €/Dia ergibt das: 0,79 × 0,67 × 0,90 = 0,476 €/Dia ≈ 0,48 €/Dia. Diese Mathematik gilt in allen Märkten, in denen EachMoment Mengen- und Early-Bird-Rabatt parallel anbietet — sie ist nicht DE-spezifisch.

Zusammenfassung in einem Absatz

Wer 2.000 Dias in Deutschland 2026 digitalisieren möchte, sollte zwei Tarifmodelle nebeneinander legen, bevor er auf „Jetzt buchen" klickt — nicht das Modell mit dem niedrigsten Headline-Tarif, sondern das, das die Brutto-Endrechnung für den eigenen Bestand vorab als einen Wert ausweist. Lockangebote ab 0,29 € pro Dia landen bei sieben deutschen Anbietern im Mittel auf 1.187 € brutto (0,59 € effektiv) bei 1.800 dpi und ohne Digital ICE Pro. Ein ehrlicher 0,79 €-Grundpreis mit multiplikativem 33 %-Mengen- und 10 %-Early-Bird-Rabatt landet auf 953 € brutto (0,48 € effektiv) bei 4.500 dpi, Coolscan 9000 ED, Kodachrome-fähigem Digital ICE Pro und versicherter Erinnerungsbox beide Wege. Der Unterschied ist 234 € in der Brutto-Rechnung — und ein Faktor 2,5 in der Auflösung. Die PAngV verbietet intransparente Headline-Tarife formal, greift in der Praxis aber selten; die Verantwortung liegt beim Käufer, vor Vertragsschluss durchzurechnen.

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