Ausrüstung: Professionelle DAT-Rekorder Sony PCM-R500 und Tascam DA-40 mit S/PDIF-Digitalausgang, externer Fehlerrate-Überwachung sowie gereinigten und entmagnetisierten Kopftrommeln
Die DAT-Restaurierung unterscheidet sich grundlegend von der analogen Bandrestaurierung, weil das Ziel eine bit-perfekte digitale Extraktion ist — keine Analog-Digital-Wandlung. Die Aufnahme auf einem DAT-Band ist bereits digital (16-Bit PCM bei 32, 44,1 oder 48 kHz). Die Herausforderung besteht darin, sie sauber auszulesen.
Jedes DAT-Band beginnt mit einem Kopftrommel-Reinigungs- und Entmagnetisierungszyklus. Das ist bei DAT kritischer als bei jedem anderen Format, weil die Toleranzen so eng sind — ein einziges Oxid-Staubkorn auf der Trommel kann Lesefehler über das gesamte Band verursachen. Wir reinigen die Köpfe zwischen jedem Band, nicht erst nach mehreren Bändern.
Für die Extraktion verwenden wir den digitalen S/PDIF-Ausgang des DAT-Rekorders, nicht den analogen Ausgang. Das bedeutet: Das Audio geht direkt vom digitalen Bitstrom des Bandes in unser Erfassungssystem, ohne jemals in Analog gewandelt und zurückgewandelt zu werden. Das Ergebnis ist eine bit-perfekte Kopie der ursprünglichen digitalen Aufnahme — identisch mit dem Aufgenommenen, keine degradierte analoge Annäherung.
Die Fehlerüberwachung läuft kontinuierlich. Professionelle DAT-Rekorder wie der Sony PCM-R500 verfügen über Fehlerraten-Anzeigen auf der Frontplatte. Wir beobachten die C1- und C2-Fehlerraten während der gesamten Wiedergabe. Wenn die Fehler ansteigen, stoppen wir, reinigen die Köpfe erneut und versuchen es noch einmal. Bei Bändern mit hartnäckigen Fehlern verwenden wir eine Mehrfach-Extraktion mit Fehlerinterpolation — wir spielen denselben Abschnitt mehrfach ab und kombinieren die besten Lesedurchgänge.
Für klebrige oder verunreinigte Bänder setzen wir dasselbe temperaturkontrollierte Konditionierungsverfahren ein, das wir auf VHS-Bänder mit Klebebandsyndrom anwenden. Das stabilisiert das Bindemittel vorübergehend und verschafft uns ein sauberes Wiedergabefenster.
Die Ausgabe wird als verlustfreies WAV mit der nativen Abtastrate des Bandes erfasst (üblicherweise 48 kHz bei professionellen Aufnahmen, 44,1 kHz bei Heimaufnahmen, die von CD gemacht wurden). Sie können zwischen WAV, FLAC oder MP3 wählen.
Bit-perfekte S/PDIF-Übertragung, Kopfreinigung pro Band, Klebebandsyndrom-Konditionierung, Fehlerüberwachung und Mehrfach-Extraktion sind alle standardmäßig im Preis enthalten. Keine Aufschläge für „Digitalformat" oder „Fehlerkorrektur".