Ausrüstung: Studer A810 und Tascam BR-20 professionelle Studio-Tonbandgeräte (2-Spur und 4-Spur), mit temperaturkontrollierter Konditionierungskammer für Klebebandsyndrom und externer Dolby-Rauschunterdrückung (Dolby noise reduction)
Die Restaurierung von Tonbändern beginnt mit der Identifizierung des Bandmaterials und einer Risikobewertung für das Klebebandsyndrom. Bänder aus der Hochrisikoperiode (1975–1992 Ampex 456, Scotch 226, Ampex Grand Master, Quantegy 456) werden für eine Konditionierung markiert, bevor überhaupt ein Abspielversuch unternommen wird. Der Konditionierungsprozess ist derselbe, den wir für VHS verwenden — kontrollierte Temperatur und Luftfeuchtigkeit über einen definierten Zeitraum, um das Bindemittel vorübergehend zu stabilisieren und ein sicheres Wiedergabefenster zu öffnen.
Für die Wiedergabe verwenden wir professionelle Studio-Decks: Studer A810 (der Schweizer Goldstandard für Tonbandgeräte ab 1981), Tascam BR-20 (der japanische Broadcast-Standard) und Otari MTR-10 (das amerikanische professionelle Studio-Deck). Diese haben breiteren Frequenzgang, niedrigere Grundrauschwerte und bessere Kopfausrichtung als jedes Consumer-Gerät, das jemals gebaut wurde.
Ein kritischer Schritt ist die Azimut-Ausrichtung (azimuth alignment). Der Winkel des Wiedergabekopfes muss exakt dem Winkel entsprechen, unter dem das Band ursprünglich aufgenommen wurde. Verschiedene Aufnahmegeräte hatten leicht unterschiedliche Azimut-Winkel, und eine Abweichung führt zu Verlust im Hochfrequenzbereich. Unsere Decks verfügen über eine manuelle Azimut-Anpassung, die wir für jedes einzelne Band individuell einstellen — etwas, das die meisten Consumer-Decks schlicht nicht können.
Bei Bändern, die mit Dolby-Rauschunterdrückung aufgenommen wurden (Dolby A, Dolby B, dbx Type 1, dbx Type 2), verwenden wir externe Dolby-Decoder, um das Originalsignal korrekt wiederherzustellen. Viele Digitalisierungsdienste überspringen diesen Schritt vollständig, was dazu führt, dass die Aufnahme komprimiert oder verzerrt klingt.
Die Erfassung erfolgt in verlustfreiem 24-Bit-WAV bei 96 kHz — weit oberhalb der CD-Qualität — und bewahrt den vollen Dynamikumfang der Originalaufnahme. Der Kunde kann wählen, ob er WAV (für die Archivierung), FLAC (verlustfrei komprimiert) oder MP3 (zum Teilen) als Ausgabeformat erhalten möchte.
Studer-/Tascam-/Otari-Studio-Wiedergabe, Konditionierung bei Klebebandsyndrom, Azimut-Ausrichtung, Dolby-Dekodierung und verlustfreie 24-Bit/96-kHz-Erfassung sind alle im Preis enthalten. Keine „Studio-Band-Gebühr" und kein „Dolby-Dekodierungs-Aufpreis".