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Videokassetten digitalisieren: Was die Qualität wirklich entscheidet (mit Labormesswerten)

Maria C Maria C
Professioneller S-VHS-Rekorder mit Time-Base-Corrector zum Videokassetten digitalisieren

Videokassetten digitalisieren heißt: das Band auf einem gewarteten Abspielgerät wiedergeben, das Signal mit einem Time-Base-Corrector (TBC) stabilisieren und verlustarm als MP4 erfassen. Die Abspielkette bestimmt die Qualität stärker als jede Software: Am selben VHS-Band messen wir mit Heimrekorder und USB-Grabber 205 Linien, mit unserer Laborkette 234. Im Labor kostet eine Kassette 14,99 €, mit Mengenrabatt ab 7,50 €.

Dieser Ratgeber zeigt die Messwerte Format für Format, erklärt, wann Selbermachen reicht, und was es kostet, Videokassetten digitalisieren lassen zu können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Qualität entscheidet die Abspielkette aus Gerät, TBC und Erfassung, nicht die Software: Am selben VHS-Band messen wir 205 Linien (Heimgerät + USB-Grabber) gegenüber 234 Linien (Laborkette).
  • Bei höher auflösenden Formaten wie S-VHS und Hi8 ist der Unterschied am größten: 238 bzw. 268 am Heimgerät gegenüber 392 Linien im Labor. Bei Hi8 reduzierten die Profi-Geräte die Dropouts von 19 auf 2 pro Minute.
  • Videokassetten selbst digitalisieren kostet rund 30 € für einen Grabber, setzt aber ein funktionierendes Abspielgerät voraus. Neue VHS-Rekorder werden seit 2016 nicht mehr gebaut.
  • Im Labor beginnt der Preis bei 14,99 € in der Basisstufe und sinkt durch Mengenrabatte (bis zu 50 %) auf bis zu 7,50 € pro Kassette – unabhängig vom Format.
  • Pro Stunde Video entstehen rund 1,4 GB im MP4-Format. Eine volle E-180-Kassette im Standard-Play (SP) ergibt somit rund 4,2 GB Daten.
Dieselbe VHS-Kassette, zweimal abgespielt. Links: ein ungewarteter Heim-Videorekorder der 1990er, aufgenommen über einen USB-Grabber für rund 30 € ohne Time-Base-Corrector – das Bild pumpt, die Farben sind blass, Rauschen läuft durchs Bild. Rechts: dasselbe Band auf dem Panasonic AG-1980P mit externem DPS Reality TBC, erfasst in 10 Bit 4:2:2 über eine Blackmagic DeckLink. Ziehen Sie den Regler: Beide Geräte „spielen“, aber nur eines liefert eine Kopie, die man archivieren möchte.

Was beim Digitalisieren von Videokassetten wirklich die Qualität bestimmt

In vielen Ratgebern stehen Software-Einstellungen und Verkabelung im Mittelpunkt. Der eigentliche Flaschenhals bei der Rettung analoger Aufnahmen ist jedoch die mechanische und analoge Wiedergabekette. Jeder Schritt, bevor das Signal digital wird, entscheidet darüber, wie viel vom ursprünglichen Bild erhalten bleibt.

Das Abspielgerät

Ein Consumer-Videorekorder ist nicht auf maximale Signalausbeute ausgelegt. Abgenutzte Videoköpfe, ausgeleierte Riemen und eine ungenaue Spureinstellung (Tracking) mindern das Bild merklich. Im Gegensatz dazu greifen Broadcast-Decks wie der Panasonic AG-1980P das Signal wesentlich robuster ab. Da der letzte VHS-Videorekorder im Juli 2016 gebaut wurde, gibt es heute ohnehin keine Neugeräte mehr; jedes Abspielgerät auf dem Markt ist gebraucht.

Der Time-Base-Corrector

Ein Videorekorder liest die Bildzeilen vom Band oft unregelmäßig aus – manche Zeilen kommen minimal zu früh, andere zu spät. Dieser Zeitbasisfehler überfordert einen USB-Video-Grabber, was sich in Bildzittern, ausgefransten vertikalen Kanten, Bildabbrüchen und fehlenden Einzelbildern (Dropped Frames) äußert. Ein Time-Base-Corrector (TBC) speichert das Signal zwischen und taktet jede einzelne Zeile im korrekten Rhythmus neu. Im Labor setzen wir auf den eingebauten Line-TBC des AG-1980P, ergänzt durch einen externen DPS Reality TBC, der jede Zeile ein zweites Mal ausrichtet.

Die Erfassung

Auch der Transfer in den Rechner macht einen Unterschied. Eine S-Video-Verbindung trennt Helligkeit (Luminanz) und Farbe (Chrominanz) physisch, anstatt sie wie beim Composite-Kabel zu vermischen. Während ein normaler USB-Grabber das Signal in 8-Bit komprimiert wandelt, erfolgt die Erfassung über eine Blackmagic DeckLink in 10-Bit-4:2:2 unkomprimiert. Erst ganz am Ende wandeln wir das Material als deinterlaced MP4-Datei für moderne Bildschirme um.

Simulierte Dropouts, wie sie auf gealterten Bändern mit abgelöster Oxidschicht auftreten: Links läuft das Band ohne Dropout-Kompensation (DOC) und ohne Time-Base-Corrector – weiße Striche und zitternde Zeilen. Rechts füllt die DOC die fehlenden Zeilen aus der Nachbarzeile, der TBC richtet das Timing jeder Zeile neu aus. Ein TBC allein beseitigt das Zittern, aber nicht die Striche – deshalb braucht es beides.

Bei in die Jahre gekommenen Bändern greift zudem eine automatische Dropout-Kompensation (DOC), die winzige weiße Blitzer durch benachbarte Bildinformationen ersetzt. DOC und TBC arbeiten zusammen, um selbst gealterten Medien das bestmögliche Bild zu entlocken.

Gemessen: Heimgerät gegen Laborkette, Format für Format

Um den Unterschied präzise zu belegen, haben wir dieselben Bänder über zwei verschiedene Wege ausgelesen und anhand eines Multiburst-Testsignals den Median der effektiven horizontalen Auflösung ermittelt.

Effektive horizontale Auflösung je Format — gleiche Bänder, zwei Abspielketten (EachMoment-Labor, 2024–2026)
Format Formatgrenze Heimgerät + USB-Grabber Laborkette Laborgeräte Unterschied
VHS rund 240 Linien 205 Linien 234 Linien Panasonic AG-1980P + DPS Reality TBC +29 Linien
VHS-C rund 240 Linien 198 Linien (mit Adapter) 232 Linien (ohne Adapter) Direktes Abspielen + DPS Reality TBC +34 Linien
S-VHS rund 400 Linien 238 Linien (VHS-Rekorder) 392 Linien JVC BR-S925E + TBC +154 Linien
Hi8 rund 400 Linien 268 Linien, 19 Dropouts/min (Camcorder) 392 Linien, 2 Dropouts/min Sony EVO-9650 + DPS Reality TBC +124 Linien, −17 Dropouts/min
MiniDV digital (25 Mbit/s) — (digitale Übertragung) digitale 1:1-Übernahme Panasonic AG-DV2500 89 % der Fehlerbilder durch erneutes Auslesen gerettet

Die Ergebnisse sprechen für sich: Bei Standard-VHS und VHS-C gehen auf dem Heimsystem etwa 30 Linien verloren, was an Gesichtern und eingeblendeter Schrift sofort sichtbar wird. Noch deutlicher ist der Abstand bei S-VHS und Hi8: Ein normaler VHS-Rekorder oder ein gealterter Camcorder liest die höhere Bandbreite dieser Formate nicht aus. Es fehlen 154 Linien bei S-VHS und 124 Linien bei Hi8 – feine Strukturen wie Haare, Stoffmuster und Schrift verschwimmen.

So haben wir gemessen: Testbänder mit aufgezeichnetem Multiburst-Signal (PAL), je Format auf beiden Ketten abgespielt; angegeben ist der Median der effektiven horizontalen Luminanzlinien. Die Laborkette tauscht Abspielgerät, Time-Base-Corrector und Erfassung zugleich aus. Die Werte zeigen also den Unterschied zwischen zwei kompletten Ketten – so, wie sie zu Hause und in unserem Labor tatsächlich stehen.

Gemessene Auflösung: Heimgerät vs. Laborkette VHS/VHS-C: Labor rund 30 Linien mehr · S-VHS/Hi8: über 120 mehr – das Heimgerät liest die höhere Bandbreite gar nicht aus Heimgerät + USB-Grabber Laborkette mit TBC 0 100 200 300 400 Horizontale Linien (Median) 205 234 198 232 238 392 268 392 VHS VHS-C S-VHS Hi8 Kassettenformat Quelle: eigene Messungen mit Testband, Median horizontaler Linien je Format

Welches Format haben Sie? Die Kassette bestimmt das Abspielgerät

Bevor Sie Videokassetten digitalisieren, müssen Sie wissen, womit Sie es zu tun haben. Wenn Sie unsicher sind, hilft unser Leitfaden, um das Kassettenformat erkennen zu können.

VHS und S-VHS

VHS (1976) ist der Klassiker. Das höher auflösende S-VHS (1987) erkennen Sie am Schriftzug „S-VHS“ auf der Kassette. Von 184 echten S-VHS-Kassetten aus deutschen Haushalten waren 31 % bereits als gewöhnliches VHS behandelt oder beschriftet worden – und damit auf einem Gerät gelaufen, das nur 238 statt 392 Linien ausliest. Für S-VHS ist zwingend ein S-VHS-Deck wie das JVC BR-S925E nötig. Wie wir beide Formate verarbeiten, zeigt die Seite VHS-Kassetten digitalisieren.

VHS-C

Diese kompakte Variante kam 1982 für Camcorder auf den Markt. Viele nutzen Adapter, um sie im VHS-Rekorder abzuspielen, was fehleranfällig ist: 14 % der VHS-C-Sendungen in unserem Labor enthalten eine kaputte oder verklemmte Adapterkassette. 19 % der als „VHS-C“ beschrifteten Kassetten sind in Wahrheit ein anderes Format (VHS, Video8 oder Hi8). Direkt ohne Adapter auf unserer Laborkette abgespielt, messen wir 232 statt 198 Linien und retten 92 % der VHS-C-Kassetten vollständig. Mehr zum Ablauf: VHS-C ohne Adapter digitalisieren.

Video8, Hi8 und Digital8

Die 8-mm-Familie (Video8 ab 1985, Hi8 ab 1989) sieht von außen fast gleich aus: 22 % der Kassetten bei uns sind als falsches 8-mm-Format beschriftet. 71 % der Bestellungen kommen ohne funktionierenden Camcorder an. Ein gebrauchter Hi8-Camcorder kostet auf Kleinanzeigen 45–299 €, ohne Funktionsgarantie. Auf unserem Sony EVO-9650 laufen 89 % der Kassetten, die als „nicht abspielbar“, „Kamera tot“ oder „vermutlich leer“ eingeschickt wurden. Digital8 sieht aus wie Hi8, zeichnet aber digital im DV-Format auf und wird deshalb wie MiniDV digital übertragen. Geräte und Ablauf für Hi8- und Video8-Kassetten.

MiniDV

MiniDV aus dem Jahr 1995 speichert das Video bereits digital. Es muss daher verlustfrei über FireWire übertragen und nicht analog ausgegeben werden. Ein gebrauchter MiniDV-Camcorder kostet 30–180 €, ebenfalls ohne Funktionsgarantie. Stark abgespielte Bänder aus 1999–2003 zeigen im Mittel 42 Fehlerverdeckungs-Ereignisse pro Stunde, wenig genutzte aus 2004–2009 nur 6. Durch wiederholtes Auslesen retten wir 89 % der betroffenen Bilder. Wie die digitale Übertragung im Labor abläuft, lesen Sie unter MiniDV-Bänder digitalisieren.

Panasonic AG-1980P

VHS – Sendestudio-Rekorder

Profi-Studiogerät

  • Eingebauter Line-TBC
  • Digitale Rauschminderung abschaltbar
  • Rund 234 Linien bei VHS gemessen
  • S-Video-Ausgang statt Composite

JVC BR-S925E

S-VHS und S-VHS-C – professioneller S-VHS-Rekorder

Profi-Studiogerät

  • S-VHS-Wiedergabe-Entzerrung
  • Y/C-Ausgang hält Helligkeit und Farbe getrennt
  • Rund 392 Linien bei S-VHS gemessen
  • Ein normaler VHS-Rekorder schafft nur rund 238

Sony EVO-9650

Video8 und Hi8 – Studio-Recorder

Profi-Studiogerät

  • Ersetzt den alten Camcorder
  • Rund 392 statt 268 Linien bei Hi8
  • 2 statt 19 sichtbare Dropouts pro Minute
  • S-Video-Ausgang

Panasonic AG-DV2500

MiniDV – digitaler Transfer

Profi-Studiogerät

  • Digitale Übertragung ohne Analogverlust
  • Liest auch Bänder, die im Camcorder hängen
  • Fehlerverdeckung wird protokolliert
  • Digitale 1:1-Übernahme vom Band

DPS Reality TBC + Blackmagic DeckLink

Gemeinsame Kette für alle Analogformate

Laborstandard

  • Time-Base-Correction pro Bildzeile
  • 10-Bit-4:2:2-Erfassung
  • Kein Komprimieren vor dem Master
  • Ausgabe als MP4

Videokassetten selbst digitalisieren: Was Sie brauchen und wo die Grenzen liegen

Wer sich entscheidet, seine alten Schätze eigenhändig zu sichern, benötigt einige Grundvoraussetzungen:

  • Ein funktionierendes und frisch gewartetes Abspielgerät (nur gebraucht erhältlich).
  • Einen USB-Video-Grabber für rund 30 €.
  • Einen Computer mit passender Aufnahmesoftware.
  • Viel Zeit, da die Erfassung in Echtzeit geschieht: Eine volle Drei-Stunden-Kassette beansprucht exakt drei Stunden.

So gehen Sie Schritt für Schritt vor

  1. Kassette prüfen: Kontrollieren Sie das Band durch das Sichtfenster auf weiße Flecken (Schimmel), klebrige oder zerknitterte Stellen. Befallene Bänder legen Sie nicht ein.
  2. Verbinden: Schließen Sie den Rekorder über S-Video (falls vorhanden) oder über einen SCART-Adapter mit Composite-Ausgang an den USB-Grabber an; der Ton läuft über denselben Grabber.
  3. Aufnahme einstellen: Wählen Sie PAL und 720 × 576 Pixel in der Software des Grabbers oder in einer freien Aufnahmesoftware wie OBS Studio.
  4. In Echtzeit aufnehmen: Spielen Sie das Band einmal komplett ab und justieren Sie das Tracking nach, sobald Streifen auftauchen.
  5. Nachbearbeiten und sichern: Deinterlacen Sie die Aufnahme, exportieren Sie sie als MP4 (H.264) und speichern Sie zwei Kopien, eine davon auf einem exFAT-formatierten Datenträger.

Ein DVD-Rekorder mit Durchschleif-Funktion zwischen Videorekorder und Grabber fängt grobe Zeitbasisfehler ab und verhindert Aufnahmeabbrüche. Einen Zeilen-TBC wie im Labor ersetzt er nicht.

Wann Selbermachen reicht

Bei einzelnen, trocken gelagerten VHS-Kassetten, bei denen der familiäre Erinnerungswert über der maximalen Bildqualität steht, und sofern ein funktionierender Rekorder bereits griffbereit im Schrank steht, kann das Heim-Setup ausreichen.

Wann Sie es lassen sollten

Sobald Sie S-VHS oder Hi8 übertragen wollen, verschenkt das Heim-Setup 124 bis 154 Linien: Es liest nur 238 bzw. 268 statt 392 Linien aus. VHS-C im Adapter verliert Schärfe, und ein verklemmter Adapter zerknittert das Band. Völlig abzuraten ist vom Selbstversuch bei schimmeligen oder klebrigen Bändern: Spielen Sie diese niemals im eigenen Gerät ab, denn Schimmelsporen setzen sich auf den Videoköpfen fest, und ein verklebtes Band reißt. Wenn das Abspielgerät fehlt oder die Sammlung groß ist, lohnt sich der Aufwand finanziell und zeitlich ohnehin kaum. Wer Kassetten bei Drogerie- und Elektromarkt-Annahmestellen abgibt, sollte nachfragen, welche Abspielkette verwendet wird – ob mit TBC und über S-Video erfasst wird, steht selten im Angebot. Für weitere Informationen lesen Sie unseren ausführlichen Vergleich Selbermachen vs. Labor.

Geöffneter VHS-Videorekorder mit eingelegter Videokassette über der Kopftrommel
Die Kopftrommel liest das Band in schrägen Spuren ab. Abgenutzte Videoköpfe und ungenaues Tracking kosten Schärfe, bevor das Signal überhaupt den Rechner erreicht.

Warum Sie jetzt digitalisieren sollten: So altert Magnetband

Nach gängigen Angaben zur Bandalterung verliert Magnetband bei typischer Lagerung pro Jahrzehnt 10–20 % seiner Signalstärke. Nach 10–25 Jahren zeigt sich der Zahn der Zeit deutlich: Durch die sogenannte Bindemittel-Hydrolyse entstehen Dropouts, Farbverschiebungen, Tonaussetzer und Bildstreifen. Wurden die Kassetten im feuchten Keller gelagert, bildet sich schnell Schimmel.

Magnetband ist im Kern ein komplexes Industrieprodukt aus einer Trägerfolie, dem empfindlichen Bindemittel und den Magnetpartikeln. In Wolfen (Sachsen-Anhalt) wurden zu DDR-Zeiten unter der Marke ORWO nicht nur Fotofilme, sondern auch Magnetbänder hergestellt. Das Industrie- und Filmmuseum Wolfen dokumentiert diese Produktionsgeschichte. Eben jenes Bindemittel ist es, das über die Jahrzehnte unweigerlich chemisch abbaut.

Hand hält eine alte VHS-Videokassette mit Familienaufnahmen vor dem Digitalisieren
Bindemittel und Magnetpartikel altern auch im Schrank. Die erste Wiedergabe nach Jahren sollte auf einem gewarteten Deck stattfinden.

Jedes Abspielen eines derart geschwächten Bandes auf einem nicht gewarteten Heimrekorder raut das Material weiter auf. Deshalb sollte die erste ernsthafte Wiedergabe gleich die Übertragung sein – auf einem gewarteten Deck mit TBC. Bis dahin bewahren Sie die Kassetten am besten so auf:

  • Aufrecht stehend
  • Kühl und trocken
  • Vor direktem Sonnenlicht geschützt
  • Vollständig zurückgespult
  • Weit entfernt von Lautsprechern und Magneten

So läuft die Digitalisierung im Labor ab

Wer Videokassetten digitalisieren lässt, gibt die Bänder aus der Hand. Darum zeigen wir jeden Schritt: zuerst das Bild, wie es sich in unserer Kette verändert, dann den Ablauf von der Bestellung bis zur Rücksendung.

1. Rohsignal ohne Korrektur
1. Rohsignal ohne Korrektur So kommt das Bild aus einem Heimgerät: Zeilenzittern, Rauschen und verschobene Farben, weil kein Time-Base-Corrector die Zeilen ausrichtet.
2. Time-Base-Corrector
2. Time-Base-Corrector Der DPS Reality TBC richtet jede Bildzeile zeitlich neu aus. Das Zittern verschwindet, das Rauschen bleibt noch.
3. 10-Bit-Capture und Rauschminderung
3. 10-Bit-Capture und Rauschminderung Die DeckLink-Karte erfasst das stabile Signal in 10 Bit 4:2:2; eine behutsame Rauschminderung glättet das Bandrauschen, ohne Details zu verwischen.
4. Farbe, Deinterlacing, MP4
4. Farbe, Deinterlacing, MP4 Farbbalance wird pro Kassette geprüft, das Halbbild-Video wird deinterlaced und als MP4 ausgeliefert – im Cloud-Album, auf USB oder DVD.
  1. Erinnerungsbox bestellen: Gegen eine Anzahlung von 10,00 € erhalten Sie Ihre leere Erinnerungsbox in 1 bis 3 Tagen. Der Rückversand ist vorfrankiert und vollständig nachverfolgbar.
  2. Kassetten einpacken: Packen Sie alle Videoformate gemischt hinein. Sie müssen nichts vorsortieren. Beschriftungen können auf den Hüllen bleiben, und legen Sie VHS-C-Bänder einfach ohne Adapter dazu.
  3. Box zurückschicken: Wenn die Erinnerungsbox innerhalb von 4 Wochen nach Versand wieder in unserem Labor eingeht, qualifizieren Sie sich für unseren Mengenrabatt von bis zu 50 %.
  4. Prüfen und reinigen im Labor: Wir bestimmen das exakte Format, prüfen die Mechanik auf Schimmel und klebrige Stellen und reinigen das Band. Die Restaurierung ist ohne Aufpreis inbegriffen.
  5. Abspielen und erfassen: Jedes Band wandert in das genau passende Profi-Deck, passiert unseren DPS Reality TBC und wird über eine Blackmagic DeckLink in 10-Bit erfasst, bevor es zur fertigen MP4 codiert wird.
  6. Dateien und Originale zurück: Sie erhalten Zugang zu einem privaten Cloud-Album zum Ansehen und Teilen. Optional liefern wir USB-Stick oder DVD. Die Standard-Bearbeitungszeit beträgt 8–9 Wochen ab Eingang im Labor.

Was kostet es, Videokassetten digitalisieren zu lassen?

Unser Preismodell ist einfach und belohnt umfangreiche Sammlungen. Alle Formate, egal ob VHS, S-VHS, Hi8 oder MiniDV, kosten gleich viel. Leere oder nicht abspielbare Kassetten werden vollständig erstattet. Reinigung und Restaurierung sowie ein privates Cloud-Album sind bereits im Preis enthalten. Die optionale KI-Optimierung kostet ab 4,99 € pro Datei. Der Mengenrabatt gilt, wenn die Erinnerungsbox innerhalb von 4 Wochen nach Versand wieder in unserem Labor eingeht.

  • Basispreis: 14,99 € pro Videokassette
  • Ab 75 € Bestellwert: 13,49 € (10 % Rabatt)
  • Ab 150 € Bestellwert: 12,74 € (15 % Rabatt)
  • Ab 250 € Bestellwert: 11,99 € (20 % Rabatt)
  • Ab 500 € Bestellwert: 10,49 € (30 % Rabatt)
  • Ab 1.000 € Bestellwert: 8,99 € (40 % Rabatt)
  • Ab 1.199 € Bestellwert: 7,50 € (50 % Rabatt)

Ein Rechenbeispiel: Schicken Sie 20 VHS-Kassetten ein, läge der Basiswert bei 299,80 €. Dadurch greift die Rabattstufe ab 250 €, sodass jede Kassette nur noch 11,99 € kostet. Der Gesamtpreis sinkt auf 239,80 €. Optional erhalten Sie einen USB-Stick für 19,99 €, den Premium-USB für 29,99 € oder das DVD-Set für 19,99 €. Hier finden Sie den Überblick über alle Videoformate und Preise.

Welches Dateiformat und wie viel Speicher?

Wir liefern MP4 (H.264), das von jedem Smart-TV und Handy abgespielt werden kann. Pro Stunde Video entstehen rund 1,4 GB Daten. Eine voll bespielte E-180-Kassette (SP) ergibt rund 4,2 GB, im LP-Modus sogar 8,4 GB. Da FAT32-formatierte USB-Sticks maximal 4 GB pro Datei speichern können, formatieren Sie externe Speicher immer in exFAT. Bewahren Sie zudem stets zwei Kopien auf (etwa in der Cloud und auf einer Festplatte).

Videokassetten werden zum Digitalisieren in die Erinnerungsbox von EachMoment gepackt
VHS, VHS-C, Hi8 und MiniDV dürfen gemischt in die Erinnerungsbox – unser Labor sortiert nach Format.

Bereit, Ihre Videokassetten zu sichern?

Bestellen Sie eine Erinnerungsbox, packen Sie VHS, VHS-C, Hi8 und MiniDV gemischt ein und schicken Sie sie an unser Labor. Jedes Format läuft auf dem passenden Profi-Deck mit TBC – ab 7,50 € pro Kassette.

Zur Erinnerungsbox für Videokassetten →

Häufige Fragen zum Videokassetten-Digitalisieren

Kann man Videokassetten selbst digitalisieren?

Ja, mit einem gewarteten Abspielgerät und einem USB-Video-Grabber für rund 30 € können Sie Videokassetten selbst digitalisieren. Am selben VHS-Band messen wir mit dieser Kette 205 Linien, mit Profi-Deck und Time-Base-Corrector 234. Bei S-VHS und Hi8 liest ein Heimgerät nur 238 bzw. 268 statt 392 Linien aus, und VHS-C-Adapter verklemmen häufig. Für einzelne, gut erhaltene VHS-Kassetten reicht Selbermachen.

Was kostet es, Videokassetten digitalisieren zu lassen?

Im Labor kostet eine Videokassette 14,99 € in der Basisstufe. Mit Mengenrabatt sinkt der Preis auf bis zu 7,50 € pro Kassette (50 % ab 1.199 € Bestellwert), sofern die Erinnerungsbox innerhalb von 4 Wochen nach Versand zurückkommt. VHS, VHS-C, S-VHS, Hi8 und MiniDV kosten gleich viel. Reinigung, Restaurierung und ein privates Cloud-Album sind enthalten.

Wie lange dauert es, Videokassetten digitalisieren zu lassen?

Die Standard-Bearbeitungszeit beträgt 8 bis 9 Wochen ab dem Tag, an dem die Kassetten in unserem Labor eintreffen. Die leere Erinnerungsbox erhalten Sie 1 bis 3 Tage nach der Bestellung. Hin- und Rückversand sind nachverfolgbar. Schicken Sie die Box innerhalb von 4 Wochen zurück, sichern Sie sich zusätzlich den Mengenrabatt bis 50 %.

Kann man verschimmelte oder beschädigte Videokassetten noch digitalisieren?

Ja, in vielen Fällen. Spielen Sie verschimmelte oder klebrige Kassetten nicht im eigenen Rekorder ab: Schimmelsporen setzen sich auf den Videoköpfen fest, und ein verklebtes Band reißt. Im Labor prüfen und reinigen wir solche Bänder vor der Wiedergabe; Reinigung und Restaurierung kosten keinen Aufpreis. Kassetten, die sich trotzdem nicht abspielen lassen, werden vollständig erstattet.

In welchem Format bekomme ich die digitalisierten Videos?

Sie erhalten MP4-Dateien (H.264, deinterlaced), die auf Smart-TV, Rechner und Smartphone laufen, dazu ein privates Cloud-Album zum Ansehen und Teilen. Eine Stunde Video ergibt rund 1,4 GB, eine volle E-180-Kassette rund 4,2 GB. Optional gibt es einen USB-Stick für 19,99 €, einen Premium-USB für 29,99 € oder ein DVD-Set für 19,99 €.

Bekomme ich meine Original-Videokassetten zurück?

Ja, alle Original-Videokassetten kommen zu Ihnen zurück, auch leere oder nicht abspielbare. Der Rückversand ist vorfrankiert und nachverfolgbar. Wir empfehlen, die Originale auch nach dem Digitalisieren aufzubewahren: aufrecht, kühl, trocken, zurückgespult und fern von Lautsprechern. Die digitalen Kopien sichern Sie am besten zweifach, etwa im Cloud-Album und auf einer Festplatte.

In unserem Labor kommen jede Woche Kassetten an, die zu Hause als „nicht abspielbar“ galten. Auf dem passenden Deck, mit gereinigten Köpfen und TBC, laufen viele davon wieder – und wenn Sie so weit sind, können Sie hier eine Erinnerungsbox bestellen.

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