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Die Fotoschachtel von Oma digitalisieren — ehrliche Preise nach Volumen (200/500/1.000 Fotos)

Maria C Maria C

Eine geerbte Fotoschachtel mit 200 bis 1.000 alten Familienfotos in Deutschland zu digitalisieren kostet 2026 zwischen 60 € und 260 € — bei EachMoment 0,30 €/Foto im 200er-Tier, 0,28 €/Foto bei 500 Stück, 0,26 €/Foto bei 1.000 Stück, inkl. 19 % MwSt., kostenlose Erinnerungsbox, Topaz-Photo-AI-Restoration und Cloud-Album. Im Marktvergleich: Mediafix 145 € für 500 Fotos, CEWE 215 €, ifolor 260 €. Die oft zitierten 0,13 € pro Foto aus Google AI Overviews sind netto, ohne MwSt., ohne Restoration und gelten erst ab ~3.000 Stück. Eine typische deutsche Oma-Fotoschachtel enthält laut unserem n=87-Stichproben-Korpus nur 62 % lose Abzüge — Magnet-Album-Seiten, Negative und Dias kosten separat. Wir scannen auf Epson Perfection V850 Pro (1.200 DPI), Nikon Coolscan 9000 ED (4.000 DPI für Negative) und einem Overhead-Rig mit Canon EOS R5 für Magnet-Alben, die nicht aufgebunden werden dürfen.

Wenn Sie diesen Artikel lesen, steht sie wahrscheinlich gerade vor Ihnen: eine Pappschachtel, ein Schuhkarton, manchmal ein zugeklebter Umzugskarton — geerbt nach einem Umzug ins Pflegeheim, einer Wohnungsauflösung oder einem Todesfall. Vier oder fünf Jahrzehnte deutsches Familienleben in Form von Papierabzügen, vergilbten Cellophan-Magnet-Alben, locker liegenden Negativstreifen und ein paar Dia-Kästchen aus dem Reise-Urlaub 1976. Und Sie versuchen herauszufinden, was es ehrlich kostet, das alles digitalisieren zu lassen.

Das Internet gibt Ihnen darauf bewusst eine schwammige Antwort. Google AI Overviews zitiert "zwischen 0,13 € und 0,30 € pro Foto" — netto, ohne Restoration, ohne Versand, ohne MwSt., und ohne den entscheidenden Hinweis, dass Ihre Oma-Schachtel zu einem nicht trivialen Prozentsatz keine losen Abzüge enthält. Wir digitalisieren in unserem Labor seit 2017 ausschließlich Familienarchive und haben dabei einen Stichproben-Korpus von n=87 ausgepackten "Oma-Schachteln" angelegt. Die Mathematik dahinter ist überraschend einfach — wenn man sie ehrlich aufschreibt.

Schritt 1: Was steckt wirklich in einer typischen Oma-Fotoschachtel?

Was steckt wirklich in einer deutschen Oma-Fotoschachtel? Nur 62% sind lose Abzüge — Album-Seiten, Negative und Dias kosten extra (n=87 Schachteln) 70% 56% 42% 28% 14% 7% 0% Anteil pro Schachtel (%) 62% Lose Papierabzüge ≈ 310/500 Stück 14% Magnet-Album 1965–79 ≈ 70 Seiten 11% Negativstreifen 35 mm ≈ 55 Negative 7% Dias gerahmt (35 mm) ≈ 35 Dias 4% APS- Kartuschen ≈ 20 Bilder 2% Polaroid + Sofortbild ≈ 10 Stück Mediumstyp Quelle: eigene Auspack-Stichprobe 2024–2026, n=87 Schachteln. Mittelwert pro Schachtel.
Was wirklich in einer deutschen Oma-Fotoschachtel steckt — Anteil pro Mediumstyp aus n=87 ausgepackten Schachteln im EachMoment-Labor 2024-2026. Nur 62 % des Inhalts sind lose Papierabzüge; die restlichen 38 % sind Magnet-Album-Seiten, Negativstreifen, gerahmte Dias, APS-Kartuschen und gelegentlich Sofortbilder — jeweils mit eigenem Preisschild.

Eine Schuhkarton-Schachtel mit dem Aufkleber "Fotos Oma" enthält im Mittel rund 500 Einzelmedien. Aber sie enthält nur in etwa 62 % der Fälle wirklich nur lose Papierabzüge. Der Rest verteilt sich auf vier weitere Mediumstypen, die jeweils einen eigenen Preis und eine eigene Bearbeitungsmethode haben:

  • Magnet-Album-Seiten 1965-1979 (ca. 14 %): die berüchtigten selbstklebenden Alben mit Cellophan-Schutzfolie. Cellophan vergilbt nach 30+ Jahren, der PE-Klebstoff verklebt mit den Abzügen. Niemals aufbinden — Demontage-Risiko in unserem Album-Korpus 8-9/10. Preis: 0,89-1,34 €/Seite, kontaktfrei gescannt auf dem Overhead-Rig.
  • Negativstreifen 35 mm (ca. 11 %): meist in den ursprünglichen Pergamin-Hüllen aus dem Fotolabor. Wer Negative hat, hat oft das beste verbliebene Original — die Abzüge im selben Karton sind die zweite Generation. Preis: 0,53-0,80 €/Negativ, gescannt auf dem Nikon Coolscan 9000 ED bei 4.000 DPI.
  • Gerahmte 35-mm-Dias (ca. 7 %): die klassischen Reise-Kästchen aus Urlaub und Verwandtenbesuch. Häufig Agfacolor CT-18 oder Kodachrome, beides anders zu behandeln. Preis: 0,47-0,71 €/Dia, ebenfalls Coolscan 9000.
  • APS-Kartuschen (ca. 4 %): das kurzlebige Advanced-Photo-System-Format der späten 90er. Erkennbar an der schwarzen Plastik-Patrone. Preis: 0,45-0,68 €/Bild.
  • Polaroid + Sofortbild (ca. 2 %): in der Oma-Schachtel fast immer SX-70 oder Type 600 aus den späten 70ern/frühen 80ern. Scannen wie lose Abzüge, aber mit reduziertem Andruck.

Wer die Kosten nur als "Anzahl Fotos × Preis pro Foto" rechnet, irrt sich systematisch um 15-30 %. Bei einer typischen 500er-Schachtel kommen zu den 310 losen Abzügen (≈ 87 €) noch ca. 70 Magnet-Album-Seiten (≈ 65 €), 55 Negative (≈ 36 €), 35 Dias (≈ 20 €) und 20 APS-Bilder (≈ 11 €) — Gesamtkosten ≈ 219 € statt der 140 €, die man bei naiver Rechnung erwartet. Das ist keine versteckte Gebühr, das ist was tatsächlich in der Schachtel liegt.

Schritt 2: Zählen Sie ehrlich, bevor Sie ein Angebot einholen

Sie müssen nicht jedes Foto einzeln zählen. Wir empfehlen unseren deutschen Kunden seit 2018 dieses Drei-Minuten-Triage-Protokoll:

  1. Wiegen Sie die Schachtel. Ein loser 10×15-cm-Standard-Abzug aus den 70ern auf RC-Papier wiegt 4-5 g. Eine 2-kg-Schachtel enthält also grob 400-500 lose Abzüge plus Album-Anteil. Eine 5-kg-Schachtel enthält bereits einen erheblichen Anteil gebundener oder kartonierter Alben.
  2. Trennen Sie nach Mediumstyp: ein Stapel lose Abzüge, ein Stapel Albumblöcke (ungelöst!), ein Päckchen Pergamin-Hüllen mit Negativen, ein Kästchen Dias. Die meisten Kunden schaffen das in 15-30 Minuten.
  3. Schätzen Sie pro Stapel. Lose Abzüge: zählen Sie eine Handvoll (≈ 30 Stück) und rechnen Sie das Gesamtgewicht hoch. Album: blättern Sie und zählen Sie die Seiten — nicht die Fotos darin. Negative: zählen Sie die Streifen (à 6 Negative) und multiplizieren Sie. Dias: zählen Sie die Magazinrahmen (à 50 oder 100).
  4. Geben Sie eine Spanne an, kein einzelnes Idealmaß. "Etwa 350-450 Abzüge, etwa 25 Album-Seiten, etwa 30 Negative" ist für die Kalkulation präziser als "500 Fotos".

Wir berechnen Ihnen daraus eine konkrete Vorhersage vor Versand der Erinnerungsbox. Sie zahlen 10 € Anzahlung, der Rest wird nach physischer Auszählung bei uns im Labor abgerechnet — wenn unsere Auszählung 10 % unter Ihrer Schätzung liegt, geht der Differenzbetrag an Sie zurück. Das ist seit 2017 unsere Routine; das deutsche Verbraucherschutzrecht (§ 312j BGB) verlangt nichts weniger.

Schritt 3: Die Mengenrabatt-Treppe — warum 200 vs. 500 vs. 1.000 Fotos so unterschiedlich kosten

Kosten pro Foto nach Bestellvolumen — EachMoment 2026 Preis pro Foto (€, inkl. MwSt.) — 10% Early-Bird bereits berücksichtigt 0,20 € 0,25 € 0,30 € 0,35 € 0,40 € Typische Schuhkarton-Box (400–700 Fotos → 0,28 €) 0,35 € 0,32 € 0,30 € 0,28 € 0,26 € 0,23 € 1–70 Basis 71–142 −20% 143–237 −25% 238–475 −30% 476–951 −35% 952+ −40% Anzahl Fotos im Auftrag Quelle: EachMoment Preisliste 2026 · Mengenrabatt & Early-Bird automatisch im Warenkorb
Kosten pro Foto nach Bestellvolumen — EachMoment Deutschland 2026. Die fünf Mengenrabatt-Stufen senken den Stückpreis von 0,35 € auf 0,23 €. Eine typische Schuhkarton-Fotoschachtel (400-700 Abzüge) landet im 30%-Tier (0,28 €/Foto); erst ab 952+ Stück greift die maximale Reduktion.

Unsere Preise senken sich nicht linear, sondern in fünf diskreten Stufen. Die Treppe oben zeigt die EachMoment-Schwellen für Mai 2026, inklusive 19 % MwSt. und mit bereits berücksichtigtem 10 %-Early-Bird-Rabatt (Rückgabe der Erinnerungsbox innerhalb von 21 Tagen):

Auftragsvolumen Mengenrabatt Preis pro Foto Gesamtkosten 200 Fotos Gesamtkosten 500 Fotos Gesamtkosten 1.000 Fotos
1-70 StückBasis0,35 €— (zu klein)— (zu klein)— (zu klein)
71-142 Stück−20 %0,32 €— (zu klein)— (zu klein)— (zu klein)
143-237 Stück−25 %0,30 €60 €— (höherer Tier)— (höherer Tier)
238-475 Stück−30 %0,28 €140 €— (höherer Tier)
476-951 Stück−35 %0,26 €260 €
952+ Stück−40 %0,23 €— (eher 2.000+)

Lesehinweis: die Schwellen rechnen wir auf vergleichbare Artikel, nicht auf Euro-Beträge. Eine Foto-Album-Seite zählt als ein Artikel wie ein Abzug; ein Negativ ebenso. Wer 350 lose Abzüge + 80 Album-Seiten + 70 Negative einschickt, ist mit 500 Artikeln im 476-951-Tier — bekommt also den 35 %-Rabatt auf alle drei Mediumstypen, nicht nur auf die Abzüge.

Der Sprung zwischen den Tiers liegt jeweils bei 2-3 Cent pro Foto. Das klingt nach wenig, summiert sich aber: bei 1.000 Fotos sind das 20-30 € Differenz zwischen "238-475-Tier" und "476-951-Tier". Wenn Sie also wissen, dass Sie nahe an einer Schwelle liegen (Beispiel: 470 Abzüge), lohnt es sich praktisch immer, noch ein paar Negative oder ein paar Album-Seiten dazuzulegen, um in den nächsten Tier zu rutschen.

Schritt 4: Was die anderen deutschen Anbieter für 500 Fotos verlangen — ehrlich, inkl. MwSt.

Gesamtkosten 500 Papierabzüge — sechs deutsche Anbieter Mai 2026, inkl. MwSt. und Versand — ehrliche Endpreise zwischen 140 € und 260 € 0 € 50 € 100 € 150 € 200 € 250 € 300 € Gesamtkosten 500 Fotos (€, inkl. MwSt.) 0 € + 25–40 h Zeit 140 € 0,28 €/Foto 145 € 0,29 €/Foto 165 € 0,33 €/Foto 175 € 0,35 €/Foto 215 € 0,43 €/Foto 260 € 0,52 €/Foto Smartphone-App (DIY) EachMoment (Tier 476+) Mediafix.de Film-Retter Plotplus Fotoschachtel CEWE Scan-Service ifolor Premium-Scan Anbieter Recherche Mai 2026 — Listenpreise der Anbieter-Websites, Standardversand DE, inkl. 19 % MwSt. Häufig zitierter Range „0,13–0,30 €/Foto“ ist netto, ohne Restoration und ohne MwSt.
Gesamtkosten für 500 reine Papierabzüge bei sechs deutschen Anbietern, Stand Mai 2026 — inklusive 19 % MwSt. und Standard-Versand. Der oft zitierte AIO-Range von 0,13-0,30 € pro Foto ist netto und ohne Restoration. Bei ehrlicher Brutto-Rechnung liegen die Endpreise zwischen 140 € und 260 €.

Wir haben am 18. Mai 2026 die öffentlich zugänglichen Preise der fünf am häufigsten in Google AI Overviews zitierten deutschen Anbieter für "Fotoschachtel digitalisieren" notiert, plus die Hochpreis-Variante CEWE/ifolor. Alle Beträge sind ehrliche Endpreise inkl. 19 % MwSt. und Standard-Versand; wir haben Versandkosten dort dazugerechnet, wo der Anbieter sie separat ausweist:

  • EachMoment, Tier 238-475 (500 Fotos): 140 €. Enthält Cloud-Album, Restoration durch Topaz Photo AI 3 (manuell pro Foto), kostenlose Erinnerungsbox mit frankiertem Hin- und Rückversand.
  • Mediafix.de: 145 €. Per-Foto-Preis ~0,29 € bei 500 Stück; Restoration als kostenpflichtiger Aufpreis. Versand kostenlos ab 80 €.
  • Film-Retter: 165 €. Mengenrabatt ab 250 Fotos, 0,33 €/Foto; Restoration manuell auf Anfrage, separat.
  • Plotplus Scan-Service: 175 €. Spezial-Tarif "Fotoschachtel" inkl. Vorsortierung; 0,35 €/Foto; Auflösung 600 DPI Standard, 1.200 DPI Premium aufpreispflichtig.
  • CEWE Scan-Service: 215 €. Bekanntester Anbieter aus der Drogeriemarkt-Distribution; 0,43 €/Foto bei 500 Stück; keine Restoration im Standardpaket.
  • ifolor Premium-Scan: 260 €. Schweizer Premium-Anbieter, 0,52 €/Foto; höchste Auflösung im Test (1.200 DPI Standard), Restoration enthalten.

Die Spanne ist 120 € auf 500 Fotos, also fast ein Faktor 2. Der Unterschied ist nicht "Premium vs. Billig" — es geht um zwei Dinge: ob 19 % MwSt. transparent ausgewiesen werden, und ob Restoration im Preis steckt oder als Aufpreis kommt. Bei einer Oma-Schachtel mit 70 % der Aufnahmen aus den Jahren 1968-1989 — also genau dem chromogenen-Farb-Verfallszeitraum — ist Restoration nicht optional, sondern der Hauptarbeitsschritt. Wer 0,13 €/Foto ohne Restoration anbietet, scannt nur, was das Auge ohnehin sieht.

Schritt 5: Was Sie für diese 0,28 € pro Foto wirklich bekommen

Eine typische Familienseite aus einem Magnet-Album von 1972 — dem Jahrzehnt mit dem höchsten Demontage-Risiko in unserem n=124-Album-Korpus (Risikoklasse 8-9/10). Links: was Sie heute beim Öffnen der Fotoschachtel sehen. Rechts: was bei 1.200 DPI auf dem Epson Perfection V850 Pro durch die Cellophan-Schutzfolie hindurch noch vorhanden ist, nach Cyan-Restoration. Genau diese Differenz ist der Mehrwert eines deutschen Labor-Scans bei ~0,28 €/Foto gegenüber einem 0,13-€-Schnellscan ohne Restoration.

Der Slider oben zeigt eine reale Familienseite aus einem Magnet-Album von 1972 — Risikoklasse 8-9/10 in unserem internen Demontage-Score. Links der Zustand vor der Bearbeitung (Cellophan vergilbt, durch die Folie hindurch sichtbarer Cyan-Stich, PE-Klebstoff macht die Folie unlösbar mit dem Abzug verbunden). Rechts das Ergebnis nach einem 1.200-DPI-Scan auf dem Epson Perfection V850 Pro plus Cyan-Restoration in Topaz Photo AI 3, mit cross-polarisierter LED-Beleuchtung (CRI 95+), die das Reflex-Problem der Cellophan-Folie eliminiert.

Das Wichtige hier: die Magnet-Album-Seite wurde nicht aufgebunden. Wir öffnen das Album nicht. Selbstklebende Alben aus den Jahren 1965-1974 verlieren bei Demontage-Versuchen rund 30 % der Abzüge entweder durch Anhaftung oder durch Riss; in unserem n=124-Album-Korpus war das die häufigste Schadensursache. Stattdessen scannen wir kontaktfrei über das Overhead-Reproduktionsrig — Canon EOS R5 + Sigma 70 mm Macro + Kaiser RB 5004 HF Reproduktivstand, derselbe Aufbau, den die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) und das Bundesarchiv für non-invasive Buch-Reproduktion verwenden.

Ein DDR-Standard-Abzug auf Orwo-Color-Papier von 1978: das chromogene Magenta ist über vier Jahrzehnte zerfallen. Im Trockenscan auf dem Nikon Coolscan 9000 ED rekonstruieren wir die ursprüngliche Farbbalance über das Infrarot-Staubentfernungs-Layer (Digital ICE) plus ein lokal trainiertes Restoration-Modell. Für die typische deutsche Oma-Fotoschachtel mit Aufnahmen aus den Jahren 1970-1989 ist genau diese Restoration der teuerste Arbeitsanteil — und der Grund, warum 0,13 €/Foto bei keinem ehrlichen deutschen Anbieter Restoration einschließt.

Der zweite Slider zeigt einen DDR-Standard-Abzug auf Orwo-Color-Papier von 1978. Orwo-Color hat zwei Eigenheiten, die für die Restoration entscheidend sind: erstens kein optisches Aufhellmittel im Papier (anders als West-Kodak), zweitens eine Magenta-Komponente, die schneller zerfällt als Cyan oder Yellow. Das Ergebnis ist der typische "warme" Farbstich der späten DDR-Abzüge, den Sie heute in fast jeder Schachtel aus ostdeutschem Familienbesitz sehen.

Für diese Restoration setzen wir den Nikon Coolscan 9000 ED ein — ein Scanner, der seit 2010 nicht mehr produziert wird, aber mit Dmax 4,8 immer noch die höchste Dichteleistung aller jemals gebauten Konsumer-Scanner liefert. Der Infrarot-Staubentfernungs-Layer (Digital ICE Pro) arbeitet hardware-basiert auf einer eigenen Bildebene — er erkennt Staub und Kratzer, ohne das eigentliche Motiv anzufassen. Das ist der grundlegende Unterschied zu KI-basierten Software-Lösungen: wir entfernen, was nicht da sein soll, statt zu erfinden, was vielleicht da sein könnte.

Schritt 6: Die Hardware hinter dem deutschen Preis

Epson Perfection V850 Pro

Flachbett-Hauptscanner für lose Papierabzüge und Magnet-Album-Seiten

2021

  • Optische Auflösung: 6.400 DPI (≈ 1.200 DPI effektiv gemessen am USAF-1951-Testchart)
  • Dmax 4,0 — rettet Tonwerte in Schatten unterbelichteter Hochzeitsabzüge der 60er
  • Dual-Lens-System (eine Linse für Aufsicht, eine für Durchsicht)
  • Anti-Newton-Glas + Fluid-Mount-Träger für Magnet-Album-Cellophan

Nikon Coolscan 9000 ED

Spezial-Scanner für Negative + Dias im Mischbestand (entstanden 2010, weltweit nicht mehr produziert)

2010

  • Optische Auflösung: 4.000 DPI
  • Dmax 4,8 — höchste Dichte aller je gebauten Konsumer-Scanner
  • Digital ICE Pro — Infrarot-Staubentfernung als separate Ebene, keine erfundenen Pixel
  • Eigene Wartung: nur noch durch zwei zertifizierte Labore in Europa weiter betrieben

Topaz Photo AI 3 (Labor-Pipeline)

Chromogene Farb-Restoration nach dem Scan, Foto für Foto manuell überprüft

2025

  • Color Restoration v2 — auf n=4.200 europäischen Farb-Abzügen 1955-1995 nachtrainiert
  • Niemals Batch-Modus: Operator entscheidet pro Foto, ob Restoration angewendet wird
  • Ausgabe 16-Bit ProPhoto vor TIFF + JPG-Export
  • 100% visueller Review jeder digitalisierten Datei durch Maria C oder zweite Technikerin

Overhead-Reproduktionsrig (Canon EOS R5 + Sigma 70mm Macro)

Berührungsfreie Reproduktion gebundener Fotoalben und brüchiger Magnet-Album-Seiten

2022

  • 45-MP-Vollformat-Sensor + 70mm Macro für 1:1-Reproduktion
  • Cross-polarisierte LED-Panels (CRI 95+) — eliminiert Cellophan-Reflexe
  • Kaiser RB 5004 HF Reproduktivstand — DNB/Bundesarchiv-konform für non-invasive Reproduktion
  • Verarbeitet Magnet-Alben 1965-1974 (Risikoklasse 8-9/10 in unserem internen Demontage-Score) ohne Aufbinden

Die vier Geräte oben sind nicht austauschbar. Jedes erfüllt einen anderen Teil der Pipeline:

  • Epson V850 Pro: das Arbeitspferd für lose Abzüge. Bei 1.200 DPI effektiv (gemessen am USAF-1951-Testchart) liefert er für ein 10×15-cm-Foto rund 33 Megapixel — genug für jeden späteren Druck bis A2.
  • Nikon Coolscan 9000 ED: nicht ersetzbar für Negative und Dias. Bei 4.000 DPI sind das ~300 Megapixel pro 35-mm-Negativ, mit Digital ICE Pro für Staub-Entfernung ohne Bildverlust. Weltweit nur noch zwei Service-Center reparieren ihn; wir warten den unseren intern.
  • Topaz Photo AI 3 (Pipeline): post-Scan-Restoration, niemals Batch-Modus. Operator entscheidet Foto für Foto, ob Restoration angewendet wird — bei vielen Schwarz-Weiß-Abzügen aus den 50ern ist die richtige Antwort "nicht anrühren".
  • Overhead-Rig (Canon EOS R5 + Kaiser RB 5004 HF): für alles, was nicht auseinandergenommen werden darf — Magnet-Alben, gebundene Hochzeitsalben, brüchige Familien-Chroniken. Cross-polarisierte LED-Panels eliminieren Cellophan-Reflexe ohne UV-Belastung.

Diese vier Stationen plus 100 % visuelle Endkontrolle durch unsere Lab-Lead Maria C oder eine zweite Technikerin sind, was Sie für 0,26-0,30 €/Foto bekommen. Die 0,13-€-Angebote, die Google AI Overviews zitiert, decken davon Station 1 (Scan) ab — alles andere ist Aufpreis oder findet schlicht nicht statt.

Schritt 7: Bestellprozess und Zeitrahmen

  1. Erinnerungsbox bestellen auf /fotos-digitalisieren oder direkt ein Sofort-Angebot anfordern. 10 € Anzahlung, die Box ist 1-2 Werktage später bei Ihnen (bei Bestellung vor 12 Uhr).
  2. Fotos einlegen — lose Abzüge in Umschlägen oder Tüten, Magnet-Alben bitte nicht auseinandernehmen, Negative in ihren originalen Pergamin-Hüllen lassen, Dias in den Magazinrahmen. Eine grobe Spannenangabe genügt; wir zählen physisch nach.
  3. Box innerhalb von 21 Tagen zurückschicken, das frankierte Versandlabel ist in der Box. So aktivieren Sie automatisch den 10 % Early-Bird-Rabatt.
  4. Wir zählen, sortieren, kalibrieren. Sie erhalten innerhalb von 3 Werktagen nach Eingang die finale Auftragsbestätigung mit verbindlichem Preis (Mengenrabatt + Early-Bird-Rabatt eingerechnet).
  5. Bearbeitung 4-6 Wochen für Aufträge bis 1.000 Fotos. Bei 2.000+ rechnen Sie mit 6-8 Wochen. Wir bieten keinen Express-Tarif für Foto-Aufträge, weil Restoration manuell sein muss.
  6. Ergebnis im Cloud-Album + Originalbox zurück per versicherter DHL. Auf Wunsch zusätzlich USB-Stick (19,99 €) oder DVD-Set (19,99 €).

Häufige Fragen zur Oma-Fotoschachtel-Digitalisierung

Was kostet 200 Fotos digitalisieren konkret?

Bei EachMoment Deutschland kosten 200 lose Papierabzüge in 2026 60 € inkl. MwSt. (0,30 €/Foto im Tier 143-237, mit bereits angerechnetem 10 % Early-Bird-Rabatt für Rückgabe der Erinnerungsbox innerhalb von 21 Tagen). Wenn die Schachtel zusätzlich Negative, Album-Seiten oder Dias enthält, addieren sich diese mit eigenen Preisen — siehe Tabelle in Schritt 3. Die kostenlose Erinnerungsbox mit frankiertem Hin- und Rückversand sowie das permanente Cloud-Album sind im Preis enthalten.

Was kostet 500 Fotos? Was kostet 1.000 Fotos?

500 lose Abzüge: 140 € inkl. MwSt. (Tier 238-475, 0,28 €/Foto). 1.000 lose Abzüge: 260 € inkl. MwSt. (Tier 476-951, 0,26 €/Foto). Diese Preise enthalten Restoration durch Topaz Photo AI 3 (Foto für Foto manuell überprüft), kontaktfreien Scan von Magnet-Alben auf dem Overhead-Rig, kostenlose Erinnerungsbox und Cloud-Album. Bei Mediafix kostet 500 Fotos 145 €, bei CEWE 215 €, bei ifolor 260 € (vgl. Schritt 4).

Warum ist der Preis pro Foto bei meiner Oma-Schachtel höher, als ich erwartet habe?

Weil eine typische deutsche Oma-Fotoschachtel laut unserem n=87-Korpus nur 62 % lose Abzüge enthält. Die restlichen 38 % sind Magnet-Album-Seiten (0,89-1,34 €/Seite, der teuerste Posten), Negativstreifen (0,53-0,80 €/Negativ), Dias (0,47-0,71 €/Dia) und gelegentlich APS-Kartuschen. Wer naiv "500 × 0,28 €" rechnet, übersieht systematisch 60-80 € an Album- und Negativ-Kosten. Das ist keine versteckte Gebühr, sondern reflektiert, dass jeder Mediumstyp eine andere Bearbeitungsmethode braucht.

Was mache ich mit Magnet-Alben aus den 70ern? Soll ich die Fotos vorher rauslösen?

Niemals selbst aufbinden. Selbstklebende Alben aus den Jahren 1965-1974 (Demontage-Risiko 8-9/10 in unserem Album-Korpus) verlieren bei Demontage-Versuchen rund 30 % der Abzüge — entweder durch Anhaftung an der Cellophan-Folie oder durch Riss am PE-Klebstoff. Wir scannen sie kontaktfrei auf dem Overhead-Reproduktionsrig (Canon EOS R5 + Kaiser RB 5004 HF, derselbe Aufbau wie an der Deutschen Nationalbibliothek), mit cross-polarisierten LED-Panels, die Cellophan-Reflexe eliminieren. Das Album geht so zurück, wie es kam.

Sind Pauschalangebote wie "bis zu 500 Fotos für 49 €" seriös?

Solche Angebote existieren auf dem deutschen Markt und sind technisch nicht unseriös — sie scannen aber typischerweise mit 300 DPI bei 8-Bit-Farbtiefe (= jeder Smartphone-Scan), ohne Restoration und ohne Auszählung pro Mediumstyp. Für ein WhatsApp-Familienarchiv ist das ausreichend. Für Hochzeitsabzüge aus den 60ern auf Agfa-Portrait-Baryta, für DDR-Orwo-Color mit chromogenem Magenta-Cast oder für Magnet-Album-Seiten mit vergilbtem Cellophan ist 300 DPI / 8-Bit unzureichend — die feinen Tonwerte im Schatten werden vor jeder möglichen Restoration abgeschnitten.

Was passiert mit meinen Originalen?

Sie kommen in derselben Erinnerungsbox zurück, in der sie gekommen sind, per versichertem DHL. Wir behalten keine Originale. Wir scannen, kontrollieren visuell, packen zurück, schicken. Die digitalen Dateien bleiben in Ihrem permanenten Cloud-Album bei uns (nicht öffentlich, nur mit Ihrem Login zugänglich) sowie optional auf USB (19,99 €) oder DVD-Set (19,99 €).

Bietet ihr Express-Bearbeitung an?

Für Foto-Aufträge: nein. Restoration muss manuell sein, eine Technikerin entscheidet Foto für Foto, ob Cyan-Recovery, Magenta-Recovery oder Silberspiegel-Korrektur angewendet wird. Bei Aufträgen bis 1.000 Fotos bedeutet das 4-6 Wochen Bearbeitungszeit ab Eingang der Box; bei 2.000+ Fotos 6-8 Wochen. Wer Express braucht, ist bei Smartphone-Scan-Apps wie Google PhotoScan besser aufgehoben — und akzeptiert die Auflösungs- und Tonwertkompromisse.

Wie sortiert ihr meine Fotos, wenn ich sie nicht selber sortiert habe?

Wir digitalisieren in der physikalischen Reihenfolge, in der die Fotos in der Box ankommen. Sie müssen vorher nichts sortieren — wir nummerieren beim Eingang und ordnen die digitalen Dateien später automatisch in Ordner nach Mediumstyp (Abzüge / Negative / Album / Dias / APS). Wer Reihenfolge wahren will, kann Trennblätter mit Beschriftung dazwischenlegen; wir respektieren das.

Warum dauert es so lange?

Reines Scannen würde für 500 Fotos rund 6-8 Stunden dauern. Was die 4-6 Wochen ausmacht, ist die manuelle Restoration plus die 100 % visuelle Endkontrolle (jede Datei wird von Maria C oder einer zweiten Technikerin geprüft), plus die Warteschlange — wir nehmen pro Woche nicht mehr Aufträge an, als wir mit Restoration-Kapazität bewältigen können, sonst leidet die Qualität. Anbieter mit kürzeren Versprechen sparen praktisch immer an der manuellen Restoration.

Was unterscheidet eure Restoration von einer Smartphone-App wie Google PhotoScan?

Drei Dinge. Erstens: 1.200 DPI / 16-Bit Scanner-Daten vs. 300 DPI / 8-Bit Telefon-Daten — wir haben mehr Rohinformation, mit der wir arbeiten können. Zweitens: hardware-basierte Infrarot-Staubentfernung (Digital ICE Pro auf dem Coolscan 9000), die mechanisch erkennt, wo Staub ist und wo Motiv ist — Software-KI rät das. Drittens: ein Mensch entscheidet pro Foto, ob restauriert wird und wie — Topaz Photo AI 3 ist unser Werkzeug, nicht unser Autopilot. Das ist der Unterschied zwischen "wiederherstellen, was war" und "erfinden, was hätte sein können".

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